Loveparade 2010 Duisburg: Dr. Motte kritisiert Veranstalter und Stadt

von LooMee am Jul.24, 2010 um 22:53, unter Blog, Eilmeldungen, Musik

Dr. Motte ist sicherlich der größte Experte den wir zum Thema Loveparade fragen können, denn Dr. Motte hat lange Jahre selber die Veranstaltung organisiert und zählt sich auch zu den Gründern. Nach der Massenpanik und den damit verbundenen zehn Todesfällen wirft er sowohl der Stadt als auch den Organisatoren der diesjährigen Veranstaltung schwere Managementfehler vor. Gegenüber dem Tagespiegel fand Dr. Motte deutliche Worte.

BERLIN - JULY 15:   (EDITOR'S NOTE: NUDITY)  Girls pose during the 16th annual Loveparade weekend July 15, 2006 in Berlin, Germany. Over 300 DJs on 39 trucks, so called 'floats' turn the street 'Strasse des 17. Juni' into the 'world's biggest techno dance party'. The parade ends with a street rave party with 22 DJ's and liveacts performing at the triumphal column 'Siegessaeule'. Parties and celebrations will continue throughout the weekend in clubs, bars and cafes across the city.  (Photo by Andreas Rentz/Getty Images)

“Das hätte man im Vorfeld verantwortungsvoller planen müssen”, sagte er dem Tagesspiegel. Die größte Schwachstelle in der Planung sei seiner Meinung nach das geschlossene Gelände. Bei einer Veranstaltung mit über einer Millionen Besuchern kann man nicht mit einenm geschlossenen Gelände mit nur einem Zugang planen.

Die ursprüngliche Berliner Loveparade zwischen Siegessäule und Brandenburger Tor sei hingegen von allen Seiten “immer frei zugänglich” gewesen. Dr. Motte: “Außerdem bot der Tiergarten drumherum im Falle einer Panik beste Rückzugschancen.” Solche natürlichen Pufferzonen die jedes normale Festival bietet gab es in Duisburg nicht.

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2 Kommentare

  • DJ München

    Heftig. Erschütternd. Traurig. Die DJanes und DJs aus München trauern um all die verstorbenen Partypeople auf der Loveparade 2010 in Duisburg. Bis zur Stunde sind es 20 Opfer. Die wollten doch nur friedlich feiern… :-(

  • Frank

    Was 1989 als Demonstration für Liebe und Frieden begann,
    nimmt 2010 sein denkwürdiges Ende.
    Die Raver dürfen nicht mehr offen ihre Liebe zum Leben zeigen,
    sondern werden isoliert und schlimmer als Tiere in Stahzäune gepresst.
    Es ist eine Schande das erst so viel Leid uns klar machen muss dass
    man Menschen so nicht behandeln darf.
    Einzig die Vernunft und Menschlichkeit aller Anwesenden
    hat weitaus Schlimmeres verhindert.
    Den Opfern und ihren Angehörigen wird auch das kaum Trost spenden.

    ein Augenzeuge

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