Der Vorleser, David Kross und Kate Winslet

Dieser Film regt nicht nur im Kino zum nachdenken an, sondern er wirkt auch noch nach.Eine absolut brilliante Leinwandumsetzung der Romanvorlage mit absolut hochkarätiger Starbesetzung. Daniel Kross, bekannt aus Krabat überzeugt, neben einer Riege deutscher Stars, in seinem Hollywood-Debüt. Die Leistung von „Krabat“-Knabe David Kross ist beachtlich. Der Shootingstar meistert seine schwierige Rolle mit Bravour und agiert auch in den überaus intimen Szenen mit Oscar-Gewinnerin Winslet traumwandlerisch sicher.

Der Film, besser gesagt seine Rahmenhandlung spielt im Jahr 1995. Der Rechtsanwalt Michael Berg trifft sich mit seiner Tochter Julia, fährt mit ihr zum Grab seiner ersten Liebe Hanna Schmitz und erzählt ihr, zum ersten Mal überhaupt, von sich und Hanna.

Die Geschichte beginnt im Jahr 1958 in Neustadt. Der fünfzehnjährige Michael Berg übergibt sich auf seinem Heimweg. Die 36-jährige Straßenbahnschaffnerin Hanna Schmitz, eine Fremde, hilft Michael wieder auf die Beine zu kommen. Drei Monate später, nachdem Michael sich vom Scharlach erholt hat, beschließt er, die fremde Frau aufzusuchen und sich mit einem Strauß Blumen bei ihr zu bedanken. Ab diesem Tag baut sich eine Liebesbeziehung zwischen den beiden auf. Es entwickelt sich das Ritual, dass Michael Hanna vor dem Sex aus Büchern vorliest. Doch eines Tages verschwindet Hanna plötzlich ohne ein Wort der Erklärung.

Im Jahre 1966 sieht Michael sie wieder, als er im Rahmen seines Jurastudiums einen Prozess gegen mehrere ehemalige KZ-Aufseherinnen in Mannheim beobachtet. Unter ihnen ist Hanna Schmitz, die zum Schluss des Prozesses die Hauptverantwortung für den Tod von 300 jüdischen Häftlingen in einer brennenden Kirche auf sich nimmt und zu lebenslanger Haft verurteilt wird. Erst kurz vorher erkennt Michael, dass Hannas Scham wegen ihres Analphabetismus der Schlüssel zu vielen ihrer Handlungen ist: ihrem Eintritt in die SS, der Tatsache, dass sie sich sowohl von KZ-Häftlingen als auch von Michael aus Büchern vorlesen ließ, ihrem plötzlichen Verschwinden im Jahr 1959 und auch ihrer Übernahme der Hauptverantwortung im Prozess.

Im Jahr 1976, Michael Bergs Ehe ist gerade zerbrochen, nimmt er den Kontakt zur inhaftierten Hanna wieder auf, indem er ihr Kassetten schickt, auf denen er für sie erneut aus Werken der Weltliteratur vorliest. Im Gefängnis bringt Hanna sich nun das Lesen und Schreiben bei.

Am Tag ihrer Entlassung begeht Hanna Schmitz Selbstmord. Testamentarisch hat sie Michael beauftragt, ihr hinterlassenes Geld der jüdischen Überlebenden Ilana Mather zu übergeben. Bei einem Aufenthalt in New York besucht Michael sie, und gemeinsam beschließen sie, Hannas hinterlassenes Geld einer jüdischen Organisation für Analphabeten zu spenden.

Quelle: Wikipedia