Thomas Gottschalk zu Qualität und Quote, zu Boris Becker und Kleiderfragen

Mainz (ots) – Bevor Thomas Gottschalk auf Mallorca seine erste Probe begann, stellte er sich am Freitagvormittag den Fragen der Medienvertreter.

O-Ton-Splitter von Thomas Gottschalk, eingefangen auf der Pressekonferenz am Freitag, 12. Juni 2009, in Palma de Mallorca:

Zur Quoten und Zielgruppendiskussion: „Ich will, dass möglichst viele Menschen zuschauen, ob sie sieben oder 70 sind, (…) Mein Ehrgeiz richtet sich darauf, eine möglichst große Decke über möglichst viele Zuschauer zu stülpen. (…) Jeder Mensch, der den Fernseher einschaltet und noch dazu in der Lage ist, die Fernbedienung einzuschalten, ist mir willkommen.!

Um der Quote willen ist Gottschalk nicht zu jedem Zugeständnis bereit und sagt mit Blick auf die vergangene Sendung: „Hier ist der bockige Versuch von Herrn Gottschalk, Herrn Villazón ein Lied von Händel singen zu lassen, was mich aber Millionen Zuschauer gekostet hat. (….) Soll das Kulturvolk der Dichter und Denker sagen, raus mit Villazón und rein mit Ingrid van Bergen, die Würmer isst? (…) Es gibt eine Latte, unter der ich nicht durchkomme, und ich versuche bockig dann lieber in einer Form unterzugehen, mit der ich leben kann, als Dinge zu tun, von denen man mir sagt, die musst du tun, damit du überlebst.“

„‚Wetten, dass..?‘ ist die letzte Sendung, in der eine Ashley Tisdale neben einem Plácido Domingo sitzt! (…) Einer der glücklichsten Momente meiner Karriere war, als Günther Netzer mit 50 Cent Fußball gespielt hat, oder dass Dustin Hoffman mit Lenny Kravitz singt oder dass Stefan Raab mit Udo Jürgens am Klavier sitzt.“

Zum Thema, warum es bei „Wetten, dass..?“ keinen „Warm-Upper“ gibt: „Einer, der nur raus darf, bevor die Kameras angehen, und dann wird er verpackt, wenn der Moderator kommt… Also, meinen Erfolg auf der Asche eines anderen aufzubauen ist mir grundsätzlich peinlich. Außerdem muss ich wissen, dass die Leute im Publikum mich in der Mehrzahl mögen, und das kannst du einfach vorher selbst feststellen.“

Zu Umfrageergebnissen, ob er noch der Richtige für „Wetten, dass..?“ sei, sagte Gottschalk, er mache sich keine Gedanken, zumal er die Umfragen gewonnen habe: „Ich frage auch meine Frau nach 30 Jahren Ehe, glaubst Du noch, dass ich der Richtige für Dich bin, und auch diese Umfrage gewinne ich noch. Mich selbst infrage zu stellen ist überhaupt kein Problem, und von anderen infrage gestellt zu werden ist Teil meines Berufs.“

Zur Hochzeit von Boris Becker, der nicht in der Sendung zu Gast ist: „Ich mach‘ noch öfter Sendungen, als der Boris heiratet, wahrscheinlich; und deswegen haben wir es jetzt mal so geregelt, dass der Boris in Sankt Moritz heiratet, und ich mache in Mallorca die Sendung, und meine Frau schaut im Kalifornien zu. So muss es sein.“

Zur Kleiderfrage: „Es ist schon eine Tradition, dass ich in Mallorca immer in Weiß erscheine, das geht alles mehr in die Sultansrichtung hier (…) und insofern: Der Effendi kommt in Weiß.“

Quelle: ZDF / presseportal.de