Naomi Watts: „Ich war ein einfaches Mädchen aus der Provinz“

München (ots) – Tele 5 zeigt am 31. August um 22.15 Uhr das Meisterwerk ‚Mulholland Drive‘ mit Naomi Watts und Laura Harring

Tele 5: Ein Autorenfilm hat Sie bekannt gemacht: ‚Mulholland Drive‘ von David Lynch.

Naomi Watts: Ich werde mich David immer verbunden fühlen. Er hat an mich geglaubt, als es wenige taten. ‚Mulholland Drive‘ erzählt ja auch ein wenig meine eigene Geschichte: Ein einfaches Mädchen aus der Provinz, das davon träumt, Schauspielerin und Hollywoodstar zu werden. Das kämpft und zunächst enttäuscht wird. David hat mir die Chance meines Lebens gegeben. Das werde ich ihm nie vergessen.

Wie suchen Sie heute Ihre Rollen aus?

Was meine letzten Filme angeht: Ich denke, sie richten sich zwar an ein größeres Publikum, aber sie sind anspruchsvoll. Ich wähle meine Projekte nach den Regisseuren: Mit Cronenberg, Haneke und Tykwer wollte ich schon seit langem arbeiten.

Wenn Sie Ihre Regisseure vergleichen: Was unterscheidet Tom Tykwer, Michael Haneke und David Lynch, was haben Sie gemeinsam?

Dass der Schein trügt! [Lacht] David Lynch habe ich mir als einen düsteren, schwierigen Typen vorgestellt. Aber er war das Gegenteil. Er war charmant, sehr witzig. Tom arbeitet wunderbar intensiv mit Schauspielern. Film ist in erster Linie das Werk von Regisseuren. Man wird sich, hoffe ich, an Cronenberg, an Lynch, an Tykwer und an Haneke erinnern. Haneke kann ich voll und ganz vertrauen. Bei einer Arbeit wie meiner ist Vertrauen unbedingt notwendig.

‚Funny Games‘ war ein Remake wie ‚King Kong‘. Zurzeit sind Sie im Gespräch für die Hauptrolle in einem Remake von ‚Die Vögel‘. Wegen der vielen Neuverfilmungen werden Sie auch ‚Queen of Remakes‘ genannt. Ist das eine andere Form des Filmemachens?

Bei ‚Funny Games‘ lag die Besonderheit darin, dass es der gleiche Regisseur war. Ich empfand es nicht als Remake. Grundsätzlich sehe ich mir den Originalfilm ein einziges Mal an, mehr nicht. Man muss die Erfahrung dann wieder verdrängen, sie nur im Unterbewusstsein präsent lassen.

Welcher Ihrer Auftritte war für Sie die größte Herausforderung?

Emotional der in ’21 Gramm‘ von Inárritu. Technisch war es ‚King Kong‘: Ein langer Dreh und ganz viel davon vor einer grünen Leinwand für die Computergraphiker.

Von Rüdiger Suchsland Quelle: Tele 5 / presseportal.de

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