Obama liest seiner Tochter sieben Harry-Potter-Bände vor

Stuttgart (ots) – US-Präsidentenpaar gibt im Magazin von Reader’s Digest interessante Erziehungstipps

Der neue amerikanische Präsident Barack Obama erntet weltweit nicht nur große Sympathien für seine Art von Politik, er genießt auch als Vater und Ehemann einen ausgezeichneten Ruf. In seiner September-Ausgabe beschreibt das Magazin Reader’s Digest acht Leitlinien, nach denen der US-Präsident und seine Frau Michelle ihre Töchter Malia und Sasha erziehen.

An oberster Stelle steht aus Sicht der Obamas die Zuneigung. „Am dringendsten brauchen Kinder die Gewissheit, dass sie im Leben ihrer Eltern einen wichtigen Platz einnehmen und dass sie geliebt werden“, sagt der Psychologe David Elkind. Das Präsidentenpaar gilt dabei als vorbildlich, wenn sich beim Rollerskaten die Familie an den Händen hält, bei einer Aufführung der Kinder mindestens ein Elternteil zuschaut und Michelle Obama sich intensiv um die Schulbildung ihrer Töchter kümmert. „Ich glaube, es geht ihnen deshalb so gut, weil es mir gelingt, ein Gleichgewicht zu schaffen“, sagt die Frau des Präsidenten und fügt hinzu: „Mein Kalender ist zwar voll, dennoch habe ich Zeit, daheim zu sein, wenn sie Hausaufgaben machen.“

Wichtig: Die Kinder sollen nicht verwöhnt werden, sondern trotz des Bekanntheitsgrades ihrer Eltern so normal wie möglich aufwachsen. So ließen die Obamas im Garten des Weißen Hauses ein normales Spielgerüst aus Holz aufbauen, an dem die Kinder ihre Geschicklichkeit und Fantasie beweisen können. Zur gewollten Normalität gehört auch, dass beide Töchter wie ihre Spielkameraden auch iPods, Digitalkameras und Computer benutzen, sie dürfen ihre Handys aber nicht mit in die Schule nehmen. Und die Mädchen müssen im Weißen Haus selbst den Wecker stellen und ihre Betten selbstständig machen.

Ohnehin wird der Alltag der Präsidentenfamilie so gut strukturiert wie es nur irgendwie möglich ist. Michelle und Barack Obama wollen damit erreichen, dass ihre Kinder merken, wie wertvoll Zeit ist. Statt aufwendiger Unternehmungen sucht sich das Paar für seine Kinder lieber gezielte Nischen – zum Beispiel in Form von „Kuschelzeiten“, in denen miteinander geredet wird, beim gemeinsamen Abendessen, um über den Tag zu sprechen, oder beim Vorlesen der Gutenachtgeschichte.

Großen Wert legen die Obamas auf das gute Benehmen ihrer Kinder. „Sich gute Umgangsformen anzueignen bedeutet, dass Kinder lernen, auf andere Menschen Rücksicht zu nehmen und nach Gelegenheiten zu suchen, wie sie ihnen helfen können“, sagt Familienpsychologe John Rosemond. So hilft die Familie auch regelmäßig ehrenamtlich in Suppenküchen für Arme. Und, auch das ist dem Paar wichtig: Ab und zu den Laptop oder das Handy ausschalten, um sich ganz den Kindern zu widmen. Der Präsident hat’s vorgemacht und seiner Tochter Malia alle sieben Bände von Harry Potter vorgelesen.

Quelle: Reader’s Digest / presseportal.de

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