Der Deutsche Fernsehpreis: Sieger, Senta Berger und eine gute Show!

Zum elften Mal wurde in diesem Jahr der Deutsche Fernsehpreis verliehen und es war wieder eine schöne, lustige und unterhaltsame Show. Mit einer netten kleinen Gesangseinlage eröffnete das Schlagerduo Anneliese und Wolfgang alias Anke Engelke (43) und Bastian Pastewka (37) den Abend. Richtig toll war allerdings auch der Einspieler bevor die Stars der Volksmusik die Bühne betraten, denn Stars wie Alice Schwarzer und Stefan Raab zollten ihnen darin höchsten Respekt für ihre künstlerische Arbeit. Der Song an sich brachte viele Reime zum Schmunzeln, aber bei einem musste ich Tränen lachen „Wer den Fernsehpreis sein eigen nennt muss nicht ins Dschungelcamp“ war echt zu schön. Dieser entspannte Einstig in die Sendung täuschte ein wenig über das hinweg was danach folgte, denn es ist nicht einfach Preise in 19 Kategorien in so kurzer Zeit zu verleihen.

Bastian Pastewka und Anke Engelke

Die Moderatorin und Sängerin Ina Müller verlieh den Preis in der Kategorie „Beste Unterhaltungssendung / Moderation“. Nominiert waren „Schlag den Raab“, Wetten dass…“ und „Willkommen bei Mario Barth“. Gewonnen hat dann Thomas Gottschalk, welcher in seine Dankesrede Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki imitierte. Gottschalk scherzte: „Dieser Preis wird eine Katastrophe für mich“. Der Saal fand’s witzig. Ich persönlich fand es weniger originell, aber der Thomas ist halt auch nicht mehr der Jüngste.

Thomas Gottschalk bedankt sich

Der Preis für die beste männliche Hauptrolle ging an den Österreicher Josef Harder für seine Leistung in dem ZDF-Film „Ein halbes Leben“. Matthias Schweighöfer hatte als Darsteller des Marcel Reich-Ranicki genau so das nachsehen wie Axel Milberg für seine Rolle im Tatort. Hader ganz uneitel: „Ich war immer schlecht im Sport, habe nie was bekommen“. Umso schöner sei es, jetzt einen Fernsehpreis zu bekommen.

Beste Dokumentation wurde von Johannes B. Kerner präsentiert. Der arme Johannes musste anschließend noch diverse andere Preise verleihen. Ein kleiner, schneller Verleihungsmarathon für nicht ganz so populäre Kategorien.

Beste weibliche Hauptrolle: Nominiert waren Anja Kling, Senta Berger und Gisela Schneeberger. Gewonnen hat die große Dame der Fernsehunterhaltung, Senta Berger. In dem ARD Spielfim spielte sie eine Ex-Filmdiva so überzeugend, dass die Jury um diese Auszeichnung nicht herum kam. Senta Berger bei ihrer Danksagung: „Ich freu mich! Mit 16 Jahren habe ich den immer noch schönen Beruf gewählt, jetzt werden die beruflichen Jahre langsam überschaubar“.

Senta Berger Fernsehpreis 2009

Zum Glück tauchten während der Sendung, immer kurz bevor ich eingeschlafen wäre, Anneliese und Wolfgang auf und weckten mich wieder auf. Besonders schön war eine weitere Gesangseinlage der Volksmusikanten in der sie aktuelle Pop-Hits (Peter Fox, Clueso, Polarkreis 18) in ihre ganz eigene Sprache übersetzten.

Danach „Beste Serie“: Der begehrte Preis ging an „Der Lehrer“. „Beste Comedy“ wurden die „TV Helden“ mit Jan Böhmermann, Caroline Korneli und Pierre M. Krause. „Bester Nebendarsteller“ wurden Florian Bartholomäi für „Bloch: Schattenkind“ und Anna Fischer für „Die Rebellin“.

Der Ehrenpreis ging dieses Jahr völlig zu Recht an Fernsehmoderator und TV-Koch Alfred Biolek (75). Der Applaus für „Bio“ wollte, wie immer beim Ehrenpreis, gar nicht abebben. In Anspielung an seinen Vorgänger aus dem letzten Jahr sagte er dann: „Verehrter Marcel Reich-Ranicki, ich bitte um Verständnis, ich nehme den Preis an.“ Sein eigenes Erfolgsrezept beschrieb Biolek mit einem Zeitungszitat über ihn: „Er hat alles richtig, richtig falsch gemacht.“

Alfred Biolek Deutscher Fernsehpreis 2009

Weitere Preise gingen an:

„Freundschaft! Freie Deutsche Jugend“ (in der Kategorie „Beste Dokumentation“), „ZDF-Wahlforum“ (in der Kategorie „Beste Informationssendung/Moderation“), „Die Bombe“ von Claus Kleber (in der Kategorie „Beste Reportage“), Silke Zertz für „Wir sind das Volk – Liebe kennt keine Grenzen“ (in der Kategorie „Bestes Buch“), Nikolaus Leytner für „Ein halbes Leben“ (in der Kategorie „Beste Regie“), das ZDF für die Berichterstattung über die Leichtathletik-WM (in der Kategorie „Beste Sportsendung“), Frank Godt und Monika Hinz für „Die Wölfe“ (in der Kategorie „Beste Ausstattung“), Martin Langer für „Tatort: Auf der Sonnenseite“ (in der Kategorie „Beste Kamera“), „Wir sind das Volk – Liebe kennt keine Grenzen“ (in der Kategorie „Bester Mehrteiler“), „Mogadischu“ (von Regisseur Roland Suso Richter und Produzent Nico Hofmann in der Kategorie „Bester Fernsehfilm“)

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