„Die Queen“ als Free-TV-Premiere im ZDF

Mainz (ots) – Mit der Free-TV-Premiere des englisch-französisch-italienischen Spielfilms „Die Queen“ aus dem Jahr 2006 und einer anschließenden „ZDF-History“-Dokumentation zum Thema setzt das ZDF am Sonntag, 7. Februar 2010, ab 22.00 Uhr einen kleinen Programmakzent. Der Spielfilm (Regie: Stephen Frears) mit Helen Mirren in der Titelrolle, James Cromwell als Prinz Phillip, Michael Sheen als Tony Blair, Mark Bazeley als Blairs „spin doctor“ Alistair Campbell und vielen anderen erzählt die Geschichte des englischen Königshauses, beginnend mit dem Unfalltod von Prinzessin Diana im August 1997, auf den die königliche Familie sehr zurückhaltend reagierte. Die Bevölkerung, gefangen in einer Massentrauer bisher nicht bekannten Ausmaßes, war verärgert; ein Ärger, den die Medien aufgriffen und benutzten, um die Monarchie in Frage zu stellen.

Doch der frischgebackene Premierminister Tony Blair und seine Medienberater erkannten die Gunst der Stunde und halfen, den Konflikt zwischen der emotional tief bewegten Bevölkerung und der so unbewegt wirkenden königlichen Familie zu überbrücken. Blair erklärte Diana in einem ersten öffentlichen Statement zur „peoples princess“, zur „Prinzessin des Volkes“, und traf damit einen Nerv in der Stimmung der Bevölkerung.

Der Film, der dem Zuschauer einen Blick aus der Schlüsselloch-Perspektive erlaubt, verurteilt keine der betroffenen Parteien, auch nicht die Königin. Er verdeutlicht den emotionalen Aufruhr unter den Menschen, erklärt aber auch, warum die Queen dazu keinen rechten Zugang fand.

Helen Mirren wurde für ihre außergewöhnlich differenzierte Darstellung der Queen mit einem Oscar ausgezeichnet.

In der sich um 23.35 Uhr anschließenden „ZDF-History“-Ausgabe „Die Queen – Die Dokumentation“ beleuchtet Autor Ralf-Peter Piechowiak noch einmal der Ablauf der Ereignisse im Spätsommer 1997 und fragt: Woraus resultiert die gewaltige Sprengkraft, die der Tod eines adligen Mädchens, das zur Prinzessin wurde, ausgelöst hat? Liegt es daran, dass Diana zur ersten großen Glamour-Ikone einer globalen, rund um die Uhr präsenten Multimediawelt erhoben wurde – bis in den Tod? Ist der Grund in der Gefühlskälte und der Verständnislosigkeit der Queen im Angesicht der Tragödie zu suchen? Oder ist das Gerangel nach Dianas Tod nur Ausdruck eines überfälligen gesellschaftlichen Umbruchs, mit dem sich das britische Volk auch seiner höchsten Autorität und ihrer überkommenen Traditionen entledigen will?

Zahlreiche Zeitzeugen zeichnen den Verlauf einer Schicksalswoche nach, in der die britische Monarchie wie niemals zuvor auf der Kippe stand.

Quelle: ZDF / presseportal.de

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