Mesut Özil lässt Anna-Maria Lagerblom einkaufen und putzen

Da werden ja schon wieder Vorurteile und Klischees bedient „ohne Ende“. In der heutigen Ausgabe der Bild am Sonntag kann man mal wieder sehen was passiert wenn eine Deutsche zur Muslime wird. Keine direkte Anklage oder Bezichtigung, aber es wird in einem großen Teil des Artikels darauf hingewiesen, dass Mesut Özil seine Freundin Anna-Maria Lagerblom angeblich einkaufen und putzen lässt während er das Geld für die Brötchen nach Hause bringt. Ist doch keine ungewöhnliche Situation. Bis vor ein paar Jahren war das noch das „normalste“ der westlichen Welt und wenn ein Gehalt zum Ernähren einer „normalen“ Familie reichen würde, dann wäre es sicherlich zu großen Teilen immer noch so.

Mesut wird zitiert mit den Worten: „In den Supermarkt gehen, nee, das ist nicht mein Ding.“ Dieses Zitat wird dann auch gleich in Verbindung mit Anna-Maria Langblom gestellt, die sich heute um solche Dinge kümmert. Die Worte im Internet werden schon lauter die Mesut Özil nun bezichtigen seine neue Freundin schlecht zu behandeln, ihr den freien Willen zu nehmen und ihrer Modelkarriere im Weg zu stehen. Verdammt übertrieben und wahrscheinlich absolut falsch!

Ebenso zitiert man unseren neuen Fußballhelden mit den Worten „Ordnung halten ist wichtig“ was kulturell in vielen südlichen Kulturen verankert ist. Wenn einem mal etwas zu essen auf den Boden fällt und man einen kleinen Moment zögert ob man es noch verzehren soll oder nicht, dann befindet man sich garantiert nicht in einem muslimischen Haushalt, denn da kann man völlig sorgenfrei vom Boden essen. Es liegt an den Temperaturen in südlichen Ländern, die schon früh in der Geschichte zu absoluter Sauberkeit zwangen.

Die beiden sind schon ein süßes Paar und jetzt schon unterschwellig auf Probleme zwischen Kulturen zu verweisen ist absolut traurig. Das einzige was derzeit eine Hetzkampagne unterdrückt ist offensichtlich das Tor im vergangenen Spiel. Dieses Misstrauen und diese Angst vor anderen Welten sollten in einer sich immer weiter globalisierenden Welt endgültig begraben werden.