Loveparade 2010 in Duisburg – Erklärungsversuche der Stadt Duisburg

Bei der Loveparade 2010 in Duisburg kam es zu einer schweren Massenpanik die 10 Besuchern das Leben kostetet. In den Medienberichten ist von bis zu 100 weiteren Verletzten die Rede wovon 15 immer noch in Lebensgefahr schweben sollen. Auf dem Gelände rund um den ehemaligen Güterbahnhof in Duisburg feiern derzeit noch ca. 70.000, teilweise unwissende Besucher der Loveparade weil sich die Stadt entschieden hat das Festival nicht abzubrechen um eine weitere Panik zu verhindern.

Derzeit gibt es zwei verschiedene Versionen die entstandenen Panik zu erklären:

1. Viele Besucher berichten von einer Panik in dem einzigen Zugang zum Gelände. Im Gegensatz zu den letzten Veranstaltungen der Loveparade war das Gelände in Duisburg komplett eingezäunt. Der einzige Zugang durch einen Tunnel soll so schmal gewesen sein, dass er die anstürmenden Menschenmengen nicht verkraften konnte. Besonders tragisch wird die ganze Geschichte, wenn man Augenzeugenberichten glauben kann, die schon vor dem Unglück die anwesende Polizei auf die nahende Katastrophe aufmerksam gemacht haben wollen – ohne eine adäquate Reaktion der Sichertskräfte zu bewirken.

2. Die Stadt Duisburg lies durch den Ordnungsdezerneten der Stadt in den Tagesthemen erläutern, dass sich die Massenpanik gar nicht in dem Tunnel, sondern direkt hinter dem Tunnel abgespielt haben soll. Die Besucher der Loveparade 2010 sollen versucht haben eine Abkürzung über steile Mauern zu nehmen und seien dabei teilweise abgestürzt. Die nachdrängen Besucher erdrückten andere Besucher an dieser Mauer. Videos von der Panik bestätigen diese Version.

Wahrscheinlich war es eine Kombination von beiden Versionen die letztendlich 10 Partygängern das Leben gekostet hat. Tragischer kann ein Festival nicht ablaufen. Die Entscheidung die Loveparade nicht abzubrechen war sicherlich nicht einfach aber richtig. Zur Lösung der Situation trug ebenfalls bei, dass man die Notausgänge geöffnet hat. Ein offenes Gelände wäre allerdings wahrscheinlich von Anfang an die Lösung gewesen diese Tragödie zu verhindern.

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