Loveparade 2010: Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen

Bei der Loveparade 2010 in Duisburg sind bei einer Massenpanik 19 Menschen getötet worden. Bei der Pressekonferenz wurden alle kritischen Fragen mit Hinweis auf die laufenden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft NICHT beantwortet. Es blieben einfach sehr viele Fragen die die Journalisten hatten unbeantwortet. Der Bürgermeister der Stadt Duisburg wies mehrfach darauf hin, dass die Fragen der Journalisten erst in den kommenden Tagen von der Staatsanwaltschaft beantwortet werden.

Geduld hat bei der Aufklärung der Katastrophe wohl niemand, weder die Journalisten noch die Angehörigen der Opfer, doch genau diese Geduld wird nun gefordert. Auch Fragen zu den Planungen im Vorfeld wurden nicht beantwortet obwohl sie die Katastrophe nicht direkt betreffen. Die Vorwürfe, die Polizei habe sich nicht ausreichend beteiligt wurden allerdings dann doch wehemend von sich gewiesen. Alle beteiligten des Krisenstabes wiesen immer wieder darauf hin, dass die Polizei ihr möglichstes getan hätte.

Es scheint weiterhin der Fall zu sein, dass es sich in erster Linie um organisatorische Fragen handelt die zu der Tragödie geführt haben. Die Tatsache, dass die Staatsanwaltschaft ermittelt ist selbstverständlich, dass jedoch die Verantwortlichen keine Stellung beziehen ist bei allen Bekundungen des Mitgefühls ein Armutszeugnis.