DVD Neuerscheinung: Shank mit Kedar Williams-Stirling

London im Jahre 2015. Das ganze Land ist auf den Hund gekommen und es herrschen Gewalt und Anarchie in den Slums. Erzählt wird die Geschichte von dem 14jährigen Junior (Kedar Williams-Stirling), der mit seinem großen Bruder Rager und ihrer Gang, den „Paper Chaserz“ ums nackte Überleben kämpft. Schwarzmarktgeschäfte mit geklauten Lebensmitteln halten sie über Wasser. Als Rager bei einem gefloppten Überfall auf einen Lebensmitteltransporter von Tugz, dem Chef einer rivalisierenden Gang ermordet wird, sinnt der kleine Bruder nur noch auf eines: Rache. Um die allerdings zu bekommen, muss er den großen Bandenkönigen von London Respekt zollen und sich das o-K. zum Abschuss von Tugz holen. Das soll sich als Trip in die tiefste Hölle von London erweisen, bis er an sein Ziel gelangt….

Szenenbild Shank

Soweit die Storyline des Films. Nett und bestimmt ganz toll gemeint aber das ganze Settig überzeugt nicht einmal im Ansatz. Grottige Dialoge, miese Syncronisation, Darsteller die nicht wissen wie unbeholfen und aufgesetzt sie teilweise wirken, machen es auch nicht gerade besser für den Filmfreund. Ein Bandenchef erklärt die Chaos-Theorie mal anders: „Werd bloß kein Schmetterling, Mann.Bleib immer schön eine Raupe!“ Das war einer der am wenigsten sinnlosen Sprüche aus diesem Film.

Von den ganzen unlogischen Szenen völlig genervt, hofft man dann noch auf ein paar nette Kampfsequenzen. Aber Pustekuchen! Um das alles dann echt „authentisch“ wirken zu lassen, spulen wir einfach schneller und unterlegen das Ganze mit abgehackten Kameraschwenks. Ich bekam Kopfschmerzen und verstand nach 2 Minuten dann nix mehr. Tolle Leistung , da der Film sowieso sinnfrei ist. Um dann noch mehr Coolness reinzubringen kommt es zu Videospielsequenzen, in denen Monster und Kampfhubschrauber den armen kleinen Junior durch die Straßen jagen.

Was will mir der Regisseur (Mo Ali) bloß sagen? Was verstehe ich denn nun nicht! „Eh, Mann! Hab da so ne coole Idee vom Film. Mad Max trifft die Klapperschlange und das ganze dann in London.Voll krass!“ Brennde Mülltonnen und ein wenig dreckige Straßen machen noch keine Endzeitstimmung. Der Film setzt zusätzlich noch auf völlig überflüssige Ekelszenen, um den Zuschauer zu schoken. Da wird gespuckt, mit den Fingern aus versifften Dosen gegessen und dann ka… gleich am Anfang noch ein Obdachloser in eine Chinaimbissverpackung. Toll! Ich bin begeistert!

Fazit: Wer sich „Shank“ anschaut, ist selber schuld. Aber etwas gutes hatte der Film dann ja doch noch: Den Abspann. Da konnte ich den Player nämlich endlich ausmachen…..

Doppel-DVD: Behind the scenes, Making OF, Dodgergate Skandal, Cast & Crew, Shank Premiere, Theatrical Trailer, O-Trailer, Trailershow, Stills-Gallery

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