Charlie Sheen: Tiefer Fall eines Schauspielers

Als Carlos Irwin Estevez 19 Jahre alt war, begleitete er seinen Vater zur Arbeit. Zu den Dreharbeiten von „Apocalypse Now“. Er war so begeistert von Daddys Arbeit, dass er beschloss, ebenfalls Schauspieler zu werden. Der Name seines Vaters war Martin Sheen und Carlos nahm später den Namen Charlie Sheen an. Im Jahr 1986 spielte er die Hauptrolle in Oliver Stones „Platoon“ und die Welt wurde aufmerksam auf Charlie. Denn er war verdammt gut. Man erwartete Großes von ihm. Leider erfüllte er diese Erwartungen nicht. In den nächsten Jahren dümpelte er im Kielwasser diverser Komödien dahin.

Weitere Aufmerksamkeit bekam er wegen anderer Sachen. 1990 löste er die Verlobung mit der Schauspielerin Kelly Preston mit einem Schuss in den Arm. Dann wilde Ehe mit der Pornodarstellerin Ginger Lynn, 1995 Heirat mit Model Donna Peele, von der er sich 5 Monate später scheiden lässt. 1996 prügelt er seine Freundin die Pornodarstellerin Brittany Ashland bewusstlos. 2002 heiratet er erneut. Schauspielerin Denise Richards, die sich 2 Jahre später wegen Gewaltausbrüchen und Drogen trennt. 2008 dann die Ehe mit Brooke Mueller. Die meldet sich Weihnachten 2009 bei der Polizei weil Sheen sie mit einem Messer bedroht haben soll. Verhaftung, Kaution und im November 2010 wurde die Scheidung eingereicht. Zwischendurch mehrere Entzugskuren und Aufenthalte in Drogenkliniken. Wilde Partys mit Pornosternchen, Kokain und Wodka.

Charlie Sheen Foto: (c) Image of Sport / PR Photos

2003 gelingt es Charlie Sheen die Hauptrolle in der Sitcom „ Two an a Half Man“ zu bekommen. Hier scheint er die Rolle seines Lebens zu verkörpern. Der leichtlebige Werbejingle-Komponist Charlie Harper, der unzählige Affären hat und auch dem Alkohol nicht abgeneigt ist, scheint Sheen wie auf den Leib geschneidert zu sein. Das finden auch die Zuschauer. Momentan wird gerade an der 9. Staffel gedreht. Mit 1,25 Mio. Dollar pro Folge ist Charlie Sheen momentan der bestbezahlte Seriendarsteller der Welt. Leider hat am gestrigen Tag sein exzessives Leben einen Dämpfer bekommen, als er mit schweren Unterleibsschmerzen in ein Krankenhaus in Los Angeles eingeliefert wurde. Dem voraus ging eine 36-stündige Party mit den üblichen Verdächtigen: Blackjack, Koks und Nutten. Bravo, Charlie.