Dschungelcamp 2011: Kommentar zu 50.000 Euro für Rainer Langhans

Das in der Sendung „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ oder kurz Dschungelcamp 2011 nicht gerade beliebte Stars und Sternchen mitmachen und sich oft der Lächerlichkeit preisgeben ist nichts neues mehr. Wer nicht mehr ganz oben ist, lässt sich hier verwursten und hofft auf einen kleinen und natürlich sehr begrenzten Karriereschub. Dafür mampft der „Star“ doch gerne Kakerlaken und badet im Dreck, oder? Aber dieses Mal habe ich dann doch mal mein Augenmerk auf einen Kandidaten geworfen, der zum Urgestein der deutschen Geschichte zählt.

Ex-Kommunarde Rainer Langhans gibt sich die Ehre. Und kann sich über eine stattliche Gage freuen. 50.000 Euro ist RTL der Mann wert! Nicht schlecht für einen Kandidaten, den bestimmt 80 Prozent der Zuschauer nicht mehr kennen werden. Dafür ist das Durchschnittsalter wohl zu niedrig. Also aufgepasst: In den 60er Jahren gehörte Langhans zu den Gründungsmitgliedern der legendären Berliner Kommune 1. Mit dem Bekenntnis zur freien Liebe und der Weigerung, sexuelle Normen zu akzeptieren, wurde er zum Symbol der Hippie-Blütezeit. Sein Name stand für Sex, wechselnde Partnerinnen und für jegliche Verweigerung von Autoritäten und Regeln.

Das dieser Mann nun ins Dschungelcamp geht, finde ich interessant. Hätte er damals so ein Angebot bekommen, hätte er wahrscheinlich einen dicken Haufen vor die RTL-Redaktion gesetzt. Aber die Zeiten ändern sich und auch ein Rainer Langhans muss Miete zahlen. Und Harz IV wird wohl nicht ausreichen…