„Tron: Legacy“: Fahrzeuge aus dem Film inspirieren die Realität

Jeder der den Film bereits im Kino gesehen hat kann bestätigen, dass die Lichtrenner ein wichtiger und wesentlicher Bestandteil der Mythologie von „Tron“ sind. Wer steckt eigentlich hinter dem Design der schnittigen Fahrzeuge die man gerne selber besitzen würde? Daniel Simon ist einer der Designer, die an den schnittigen rekonfigurierten Lichtrennern in „Tron: Legacy“ gearbeitet haben. Als Grundlage für das Design griff Simon, der früher für Bugatti Autos entworfen hat, auf die Originalentwürfe von Syd Mead zurück, der für „Tron“ die Lichtrenner kreiert hatte.

Lichtbringer Bike Tron

Foto: (c) Eric Charbonneau / Le Studio / Wireimage

„Ein Lichtrenner bildet mit seinem Fahrer eine visuelle Einheit“, erklärt Simon die Herausforderung. „Sein Helm und sein Körper werden Bestandteile des Motorraddesigns, trotzdem muss man ihm noch genügend Bewegungsfreiheit lassen. Ein solches Design findet man in keinem Katalog, da muss man ganz von vorn anfangen.“

„Überdies werden die Lichtrenner mit einem Stab geformt“, fügt Simon hinzu. „Deshalb musste ich das ganze Innenleben des Lichtrenners, jede Schraube und jedes Getriebeteil, entwerfen, damit Digital Domain das als Vorlage für die Animation verwenden konnte. Es war interessant, den Look eines entstehenden Fahrzeugs zu kreieren.“

Zu den weiteren Fahrzeugen von „Tron: Legacy“ gehören das Lichtmobil, das im Raster ein Rennwagen mit enormer Power, in den Outlands aber ein extrem belastbares Geländefahrzeug ist, der Deaktivierer, ein riesiges U-förmiges Fluggerät, das auf der Suche nach eigensinnigen Programmen die Straßen durchstreift, die Solarsegler, fliegende Transportschiffe und der Regulierer, Clus fliegendes Schlachtschiff, das dreimal größer ist als jeder Flugzeugträger in der Realwelt und Clus gesamte Armee beherbergt.

Obwohl eigentlich zu erwarten wäre, dass diese erstaunlichen Fahrzeuge alle komplett im Computer entstehen würden, wurden viele der Entwürfe für bestimmte Szenen tatsächlich gebaut. Das stand im Einklang mit der Vision Kosinskis, die Grenzen zwischen Digitalanimation und Realität zu verwischen. Zu diesem Zweck nahmen die Filmemacher Kontakt zu einer Firma namens Wild Factory auf, die normalerweise Volkswagen-Prototypen baut und nun die Aufgabe erhielt, einige dieser Fahrzeuge vom Entwurf in die Realität zu führen.

Eine amerikanische Firma vertreibt sogar ein Motorrad im Original „Tron-Design“.

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