Filmkritik: „Stone“ mit Robert de Niro und Edward Norton

Jack Marby (Robert de Niro) ein Bewährungsbeamter, der Empfehlungen für Bewährungsausschüsse abgibt, bekommt einen Monat vor seiner Pensionierung einen besonders harten Fall. Der Brandstifter Gerald „Stone“ Creeson (Edward Norton) hat mitgeholfen, seine eigenen Großeltern zu ermorden. Dafür bekam er 15-25 Jahre. Nun sitzt er vor Jack und hofft auf eine gute Bewertung. Doch der lässt schnell durchblicken, wie wenig er den Beteuerungen glaubt. Da bringt Stone seine Ehefrau Lucetta ins Spiel, die alles für die vorzeitige Freilassung ihres Mannes tun will. Jack, der seid Jahrzehnten in einer toten und lieblosen Ehe mit seiner alkoholkranken Frau Madylyn (Frances Conroy) lebt, kann sich nicht lange gegen die Annäherungsversuche der hübschen Frau wehren und wird schwach. Für den extrem beherrschten und gottesfürchtigen Mann eine Katastrophe. Umso mehr als sich der Verdacht erhärtet, dass das abgebrühte Ehepaar ein völlig krankes Spiel spielt….

Filmkritik: "Stone" mit Robert de Niro und Edward Norton - Kino News Foto: (c) Ascot Elite

Die Inhaltsangabe kratzt gerade mal an der Oberfläche dieses absoluten Ausnahmefilms. Er ist so komplex in seiner Story und in den Themen, dass es sinnlos und auch schade wäre, dies alles aufzudröseln. Kein Krimi, kein Drama sondern noch viel mehr als das. Schuld, Sühne und Vergebung sind die großen Drei in diesem Film.

Aber auch annehmen des eigenen Ich und das wir alle nicht entkommen können, Gottesglauben das wir sind was wir sind. Dies alles scheint sich jetzt sehr wirr anzuhören und ist nichts, was man unter einer normalen Filmkritik verstehen kann. Aber dieser Film ist auch eine absolute Ausnahme in dem Wust von den üblichen Verdächtigen, die jeden Monat auf den Markt geworfen werden.

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Allein die Zusammenstellung der Darsteller hat es in sich: Robert de Niro als völlig verbitterter Beamter, der sich nur noch an seinen Glauben klammert und doch schon längst weiß, dass es keinen Gott oder Vergebung geben kann. Edward Norten, der den fast an den Jahren im Gefängnis zerbrechenden Häftling mit einer Intensität spielt, die ihresgleichen sucht. Frances Conroy, die die völlig zerbrochene und eigentlich schon tote Ehefrau spielt, die ein menschlicher Abgrund ist. Und dann die Überraschung Milla Jovovich. Die Frau hat Mimik und kann sie auch einsetzen. Gut, gegen ihre Kollegen kein wirklicher Counterpart aber trotzdem gut, wie sie die schöne, skrupellose Verführerin spielt, die doch nur ist, was sie ist. Einfach weil sie es kann und will.

Offen gesprochen: Das ist keine leichte Kost und und Actionszenen gibt es auch so gut wie keine. Der Film lebt von seinen Darstellern. Aber dies alles macht einen verdammt guten Film aus. Wer mal was anderes sehen will und auch keine Angst vor ruhigen Szenen hat, liegt mit diesem Film genau richtig. Traut euch bitte!!!

Weitere Facts:

USA 2010
Regie: John Curran
Darsteller: Robert de Niro, Edward Norton, Milla Jowovich und Frances Conroy
Verleih: Ascot Elite

Ab dem 15.03.2011 auf DVD und Blu-Ray

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