The Bang Bang Club: Hinter den Kulissen des Krieges!

Wie weit darf man für ein gutes Foto gehen? Diese Frage kommt automatisch auf wenn man sich diese Mischung aus Actionfilm und moralischem Dilemma ansieht. Die vier Kriegsfotografen Ken Oosterbroek (Frank Rautenbach), João Silva (Neels van Jaarsveld), Kevin Carter (Taylor Kitsch) und Greg Marinovich (Ryan Phillippe), auch genannt der Bang Bang Club, erschüttern mit ihren Bildern der letzten blutigen Tage weißer Herrschaft in Südafrika die Welt. Und es zeigt sich das nicht jeder die Jagd nach dem besten Schuss überleben muss.

Ryan Phillippe in The Bang Bang Club Foto: (c) Senator

Der Bang Bang Club gab der unsäglich Brutalen Gewalt der Apartheid ein Gesicht das die ganze Welt sehen konnte. Im September 1990 fotografierte Greg Marinovich eine Serie für Associated Press, darunter das Bild eines Unterstützers des African National Congress (ANC), der auf ein brennendes Mitglied der Inkatha Freedom Party (IFP) in Soweto einprügelt. Dieses Foto brachte Marinovich den Pulitzer-Preis ein. Im Mai 1994 wurde Kevin Carter mit einem Pulitzer-Preis für ein Foto ausgezeichnet, das zuerst von The New York Times veröffentlicht wurde und ein verhungerndes sudanesisches Mädchen zeigt – belauert und verfolgt von einem Aasgeier.

Als am 18. April 1994, nur neun Tage vor den ersten demokratischen Wahlen in Südafrika der Bang Bang Club die gewalttätigen Auseinandersetzungen im Township Thokoza dokumentiert geraten sie Plötzlich zwischen die Fronten. Basierend auf dem Buch von Greg Marinovich und João Silva, beschreibt und erzählt „The Bang Bang Club“ die Geschichte dieser vier Männer, beschreibt ihre Beziehungen untereinander und macht den physischen und emotionalen Stress, die Spannungen und die Extremsituationen spürbar.

Der für seine Dokumentationen mit mehr als 30 Internationalen Preisen ausgezeichnete Drehbuchautor und Regisseur Steven Silver inszenierte die Kanadisch/Südafrikanische Koproduktion an Originalschauplätzen in Johannesburg und Umgebung und holte sich ein Ensemble überzeugender Internationaler und Südafrikanischer Schauspieler dazu.

Allen voran Ryan Phillippe der mit seiner Darstellung des Greg Marinovich eine mehr als überzeugende Leistung bringt.

Kinostart: 23. Juni 2011