Anonymus: Shakespeare oder nicht – das ist hier die Frage

Das neueste Werk von Multitalent Roland Emmerich und Columbia Pictures wird ab 03. November 2011 auf den Leinwänden der deutschen Kinos gezeigt werden. Das von John Orloff stammende Drehbuch wurde bereits in den 1990ern verfasst und lag bisher auf Eis, bis sich Roland Emmerich nun dem Stoff widmete und den Film schließlich in den Babelsberger Studios produzierte. Dieses Emmerich-Filmprojekt fällt jedoch etwas anders aus als üblich. Es finden sich keine top aktuellen Hollywoodgrößen unter der Besetzung, sondern eher Charakterdarsteller wie Rhys Ifans, Vanessa Redgrave, Joely Richardson, David Thewlis, Xavier Samuel und Derek Jacobi.

Szene aus Anonymus
Foto: (c) Sony Pictures

Emmerich ließ in den Potsdamer Studios das London des 16. Jahrhunderts nachbauen und setzt so die Frage nach er Autorenschaft von William Shakespeare an den ihm zugeschriebenen Stücken in die Szenerie des Englands Elisabeth I.. Die Frage nach der wahren Autorenschaft beruht auf einer wissenschaftlichen Diskussion, die dem Film vorab bereits Unterstützer, aber auch Kritiker beschert und über die sich zahlreiche Experten bereits geäußert, Bücher geschrieben oder gar ihr ganzes Leben nachgesinnt haben, um die Theorien, die die Autorenschaft der berühmtesten Werke der englischen Literatur umgeben, zu bestätigen oder zu zerstreuen.

Bildgewaltig spekuliert der historische Thriller über eine Frage, die schon seit vielen Jahrhunderten zahlreiche Wissenschaftler und kluge Köpfe von Mark Twain und Charles Dickens bis hin zu Henry James und Sigmund Freud beschäftigt hat, nämlich: Wer war der Autor der Stücke, die William Shakespeare zugeschrieben werden. „Anonymus“ gibt eine mögliche Antwort und konzentriert sich dabei auf eine Zeit, als sich politische Intrigen, verbotene Romanzen am Königlichen Hof und die Machenschaften habgieriger Aristokraten, die die Macht des Throns an sich reißen wollten, an einem der ungewöhnlichsten Orte widerspiegelten: der Londoner Bühne.

Kinostart: 03.11.2011