Filmkritik: 13 Assassins – Nichts als Kunstblut???

Erst einmal zum Inhalt des Films: Lord Naritsugu ist ein perverser Sadist! Aus reinem Vergnügen tötet, foltert und vergewaltigt er seine unschuldigen Untertanen und macht auch nicht vor dem Adel halt. Niemand scheint seinen Blutdurst stoppen zu können. Er nimmt sich was er will, denn leider ist der dekadente Adelige mit dem melancholischen Blick der Halbbruder des Shogun, was ihn unantastbar zu machen scheint und ihm irgendwann auch eine Stimme im Rat verschaffen wird.

Herr Doi, der weise und loyale Ratgeber des Shogun, kann das elend der Menschen nicht mehr mitansehen und trifft eine schwere Entscheidung: Er nimmt es auf sich, das “Problem” zu lösen. Lord Naritsugu muss sterben! Dazu beauftragt Doi den ehrenwerten Samurai Shinzaemon damit, den Lord zu töten. Der wird allerdings von einer ganzen Armee beschützt. Daher sammelt Shinzaemon eine kleine Gruppe von tapferen, zu allem entschlossenen Samurai um sich. Die 13 Attentäter wissen sehr wohl, dass sie auf dieser Mission den Tod finden werden. Aber das schreckt einen echten Samurai nicht. Also auf in die große Schlacht!

Filmkritik: 13 Assassins - Nichts als Kunstblut??? - Kino News Foto: (c) Ascot Elite

Bewertung / Meinung:

Ich mag eigentlich keine Eastern. Auch dieser Film macht keine große Ausnahme. Es fängt schon mit den Namen an. Andauernd habe ich alle durcheinander geworfen und wäre mein Mann nicht auch auf der Couch gewesen, hätte ich auch viele Darsteller einfach permanent verwechselt! Die waren sehr austauschbar und ihre Charaktere extrem oberflächlich gehalten. Alle schauten immer sehr knötterig drein und waren sehr auf ihre Ehre bedacht. Als es dann endlich mal zum großen Kampf kam, wurde viel geschrien, gesäbelt und dann auch Gott sei Dank gestorben. Eine Schlachtplatte nach der anderen! Da wurde auch nicht viel Wert auf Kampfkunst gelegt, sondern auf Kunstblut.

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Der Film lebt von Blut und komischen Dialogen. Hier mein Favorit: „Ich gehe nach Amerika und mache Liebe mit einer Frau.“ Aha, in Japan macht man es also nicht mit Frauen. Darum gucken auch alle immer so muffig! Fazit: Wer gerne halbglatzige, böse dreinschauenende Männer im Kimono beim auf dem Boden sitzen und über Ehre reden sieht, ist genau richtig. Ansonsten bitte den Partner mit auf die Couch setzen. Der muss alles im Auge behalten, um im Notfall zu erklären, worum es denn noch mal geht. Mein Mann fand den Film im Übrigen ganz toll……

O-Titel: Jûsan-nin no shikaku (Japan 2010)
Dt. Vertrieb: Ascot Elite
FSK: ab 16
Länge: ca. 120 Min.
Regisseur: Takashi Miike
Drehbuch: Daisuke Tengan
Musik: Koji Endo

Darsteller: Koji Yakusho, Takayuki Yamada, Yusuke Iseya, Goro Inagaki, Masachika Ichimura, Mikijiro Hira, Hiroki Matsukata, Ikki Sawamura, Arata Furuta, Tsuyoshi Ihara, Masataka Kubota, Sosuke Takaoka, Seiji Rokkaku, Yuma Ishigaki, Koen Kondo, Ikki Namioka, Kazue Fukiishi, Megumi Kagurazaka, Nizaemon Kataoka

Bildformate: 1,78:1 (anamorph)
Tonformate: Deutsch in DTS und DD 5.1, Japanisch in DD 5.1
Sprachen: Deutsch, Japanisch
Untertitel: Deutsch
VÖ: 07.06.2011

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