„The Wrestler“ mit Mickey Rourke im ARD SommerKino 2011

„The Wrestler – Ruhm, Liebe, Schmerz“ – Das Erste zeigt das mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnete amerikanische Drama mit Mickey Rourke am Donnerstag, den 9. Juni 2011 um 22.45 Uhr als Auftakt der diesjährigen „SommerKino im Ersten“-Reihe. Black-Swan-Regisseur Darren Aronofsky wurde weltweit gelobt für sein bewegendes Portrait eines gefallenen Helden. Hauptdarsteller Mickey Rourke spielt die Rolle des heroischen Verlierers klasse. Dafür wurde er für den Oscar nominiert und erhielt 2009 den Golden Globe, sowie den Britischen BAFTA Award als bester Hauptdarsteller. Insgesamt konnte der Film 30 internationale Filmpreise einheimsen.

Randy Ramzinski (Mickey Rourke) war ein Gigant, früher. Unter dem Namen Randy „The Ram“ Robinson dominierte er die Arenen des Wrestling-Sports, es gab Actionfiguren und Computerspiele mit seinem Namen. 20 Jahre später arbeitet er in einem Supermarkt und lebt in einem alten verrosteten Wohnwagen. Wenn er die Miete nicht zahlen kann, schläft er im Auto. Er ist vereinsamt, keiner spricht mehr über ihn, selbst zu seiner mittlerweile erwachsenen Tochter Stephanie (Evan Rachel Wood) hat er keinen Kontakt mehr. Dazu werden seine Avancen für Stripperin Pam (Marisa Tomei), die sich auf der Bühne „Cassidy“ nennt, von ihr lediglich mit freundschaftlicher Professionalität erwidert. Randy nimmt nur noch an drittklassigen Schaukämpfen teil. Durch diverse Mittel aufgeputscht, fühlt sich Randy zumindest im Ring wie ein vollwertiger Mensch. Als er jedoch nach einem Kampf einen Herzanfall hat, rät sein Arzt sofort mit dem gefährlichen Sport aufzuhören, ansonsten könnte sein nächster Kampf der letzte sein.

"The Wrestler" mit Mickey Rourke im ARD SommerKino 2011 - TV Foto: (c) PR Photos

Der Film ist für Mickey Rourke auch ein Stück autobiographisch, weswegen er die Rolle vermutlich auch so überzeugend spielen konnte. Anfang der achtziger Jahre war er ein durchaus attraktiver Schauspieler, der Rollen spielte, wie sie später Bruce Willis übernahm. Rourke spielte unter anderem grandiose Rollen in Coppolas „Rumble Fish“ oder zusammen mit Kim Basinger im Kultfilm der Achtziger „9 ½ Wochen“.

Dann jedoch wurde der Erfolg zu viel für Rourke, er spielte die Diva, lehnte großartige Rollen ab in „The Untouchables“, „Platoon“, „Das Schweigen der Lämmer“, umgab sich mit einer Schlägertruppe, vertrank sein Geld mit den Hell’s Angels. Des weiteren ging er mit Ehefrau Carré Otis durch die Drogenhölle, bis sie ihn 1998 verließ. Rourke war 38 Jahre alt, als er unter dem Kampfnamen „El Marielto“ eine zweite, kurze Karriere als Boxer startete, wovon heute noch die Narben in seinem Gesicht stammen. Damals war er sicher, dass seine Filmkarriere für immer vorbei wäre.

Seit einigen Jahren aber kämpft er sich langsam zurück, in Nebenrollen von Actionfilmen wie „Sin City“ oder „Domino“, wobei er auch in Sin City mal wieder eine tolle Show geliefert hat. „The Wrestler“ war dann wie für ihn gemacht. Ein gefallener Star unternimmt den Versuch, sein Leben wieder in den Griff zu kriegen, vielleicht ein bisschen des vergangenen Glanzes wieder aufleben zu lassen.

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