Mette-Marits Stiefbruder bei Amoklauf in Norwegen getötet

Ich möchte hier, an dieser Stelle, so traurig der Amoklauf in Norwegen auch sein mag, nicht über die Sachen schreiben die sich dort am Freitag zu getragen haben. Natürlich bin ich, wie jeder anderer auch, sehr geschockt von den Anschlägen, die Norwegen und den Rest der Welt erschüttert haben. Eine Meldung erreicht uns heute morgen aus Norwegen: Der Stiefbruder von Norwegens Prinzessin Mette Marit ist bei den Anschlägen auf der Insel Utoya ums Leben gekommen. Das berichtet die „Morgenpost“. Er wollte seinen 10 Jahre alten Sohn, der in dem Jugendcamp zur Tatzeit war beschützen. Mette-Marits Stiefbruder war Polizist, der selbst von dem Amokläufer Anders B. rücksichtslos erschossen wurde.

Die Mutter der norwegischen Prinzessin war verheiratet mit dem Vater des getöteten Polizisten Trond Berntsen. Neben seinen getöteten Sohnes war Berntsen privat in dem Lager dabei. Ob er als Wachmann dort tätig war, weiß bisher niemand. Der Königspalast teilte heute morgen mit: „Die Gedanken der Prinzessin sind bei den nächsten Angehörigen.“

Am Abend besuchte die Königsfamilie, darunter Mette-Marit und Kronprinz Haakon ein Trauergottesdienst im Osloer Dom, um den getöteten Menschen zu gedenken. Auf den veröffentlichten Fotos aus dem Osloer Dom wird sichtbar, wie sehr auch die norwegische Königsfamilie unter den Anschlägen leidet.

Derweil intensivieren sich die Ermittlungen gegen den Amokläufer Anders B.. Ausnahmsweise wird dem Amokschützen eine doppelte Untersuchungshaft angeordnet.

Princess Mette-Marit Foto: (c) Janet Mayer / PR Photos