ZDFzoom: Tatort Diskothek – Wenn die Party zum Albtraum wird

Am 03. August 2011 um 22.45 Uhr zeigt das ZDFzoom den „Tatort Dsikothek“, eine Recherche von Max Rachals, der in seinem Film ein Thema angeht, von dem eine stetig wachsende Gefahr ausgeht, viele Zeugen aber gerne einfach wegschauen: KO-Tropfen. Rachals zeigt an verschiedenen Beispielen die dramatischen Folgen für die Opfer eines solchen Übergriffs auf und verdeutlicht, wie leicht es ist, diesen gefährlichen Stoff an sich zu bringen.

KO-Tropfen, so genannte Knockout-Tropfen, führen hochdosiert vor allem beim Konsum mit Alkohol zu Bewusstlosigkeit und Gedächtnisverlust. Tragisch, wenn solch ein Zustand durch jemanden absichtlich herbeigeführt wird, der nach der Betäubung seines Opfers Folgedelikte wie Raub oder gar Vergewaltigung plant. Die KO-Tropfen sind vom menschlichen Körper erst nach ca. 6 Stunden abgebaut, doch was in dieser Zeit passiert, ist für die Opfer meist nur schwer nachzuweisen. Damit sinkt die Glaubwürdigkeit der Opfer und Täter können unbemerkt entkommen. Hinzu kommen starke Schuld- und Schamgefühle, denn schließlich weiß man ja, dass man in der Diskothek auf sein Getränk aufpassen soll. Am schlimmsten ist jedoch die Ungewissheit, was überhaupt genau passiert ist, wo und wann.

In Deutschland hat die Zahl der Vergewaltigungen und Missbrauchsfälle unter dem Einfluss von K.o.-Tropfen in den letzten Jahren enorm zugenommen. Ärzte, Behörden und selbst der Suchtkontrollrat der Uno warnen vor diesen doch leicht zu beschaffenen Tropfen. Die Opfer von KO-Tropfen sind immer hilflos, werden fälschlicher Weise oft für nur stark betrunken gehalten und ignoriert, aber auch die „selber Schuld“-Mentalität von Zeugen, die wegschauen, wenn Täter die Tropfen in ein Glas schütten, lässt es für diese zum leichten Spiel werden.