Kerner: Wenn man der Post vertraut … Geld verschwindet auf Weg zum Empfänger

Es ist ein Test dessen Ergebnis wir alle kennen wollen. Das Team der Sendung „Kerner“ versendet Geld mit der Post und überprüft, ob das Geld auch beim Empfänger ankommt. Wie alle vertrauen unserer Post! Ist dieses Vertrauen aber auch gerechtfertigt? Wird das geld tatsächlich beim Empfänger landen? Es ist und bleibt einfach unvorstellbar: Man bringt sein Päckchen zur Post, auf dem Weg zum Empfänger wird es offenbar geöffnet, durchwühlt, Geld oder Wertgegenstände entnommen und dann fein säuberlich wieder zugeklebt und auf die Reise geschickt, ohne die Geldscheine. Ein Skandal!

Über mehrere Tage machen „Kerner“-Reporter den Test, versenden aus Hamburg mehr als drei Dutzend Briefe und Pakete mit Geld quer durch Deutschland – so wie mehrere Millionen Menschen am Tag. Zur Tarnung legt die Redaktion zusätzlich zum Bargeld Geschenke und Glückwunschkarten in die Pakete. Die Kartons werden gründlich zugeklebt, um am Ende zu sehen, ob das Klebeband unterwegs aufgeschnitten und durch neues ersetzt wurde. 40 Testpersonen in ganz Deutschland nehmen die Sendungen in Empfang und kontrollieren, ob das Geld tatsächlich angekommen ist.

Das Ergebnis ist schockierend: In fast jeder dritten Testsendung verschwand das Geld! Zeynel Camci (25) aus Bünde, ist fassungslos, dass offenbar aus seiner Post Geld geklaut wurde: „Am Paket sind zwei verschiedene Tesa-Filme dran. Einmal Kreppband, einmal normaler Tesa-Film. Die sollten doch Geld mitschicken, aber im Paket war nichts außer dem Buch und die Karte. Wenn man zur Post geht, dort etwas abgibt, vertraut man dem blind. Aber nun ist es wirklich so, dass etwas wegkommt.“

Kerner: Wenn man der Post vertraut ... Geld verschwindet auf Weg zum Empfänger - TV News Foto: (c) viZZZual.com cc

Und was sagt die Post dazu? Jörg Koens, Leiter der Pressestelle Hamburg, Deutsche Post DHL: „Wir lassen unsere Verfahren, unsere Arbeitsabläufe von einem externen Unternehmen überwachen, d. h. von einem TÜV zertifiziertem Verfahren. Man muss natürlich ganz deutlich sagen: Bei mehr als 66 Mio. Briefen und 2,6 Mio. Paketen pro Tag kann es immer mal zu Fehlern kommen. Wir haben hier Sicherheitsexperten bei uns im Haus, Spezialisten die sich mit diesem Thema beschäftigen, und hier genau feststellen können, was wo eventuell falsch gelaufen ist. Wir haben 150.000 Beschäftigte, da kann schon mal ein Fehler passieren. Wir wären interessiert daran festzustellen, woran es hier gelegen haben könnte. Ich bitte um Verständnis, das wir hier keine Aussagen treffen, für uns ist jede Sendung, die verloren ist oder jede, die zu spät ankommt, eine Sendung zu viel. Wir versuchen alles, um diese Fehler herauszufinden.“

Alle Hintergründe zum Thema bei „Kerner“ am Donnerstag, 11. August 2011, ab 22.15 Uhr.

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