Melancholia: Trailer und Inhalt zum Film mit Kirsten Dunst

Ein riesiger Planet namens Melancholia rast durch das Weltall und steuert direkt auf die Erde zu. Davon wissen die Hochzeitsgäste von Justine (Kirsten Dunst) und Michael (Alexander Skarsgard) allerdings noch nichts. Das anschließende pompöse Fest findet auf dem herrschaftlichen Landsitz von Brautschwester Claire (Charlotte Gainsbourg) und ihres reichen Gatten John (Kiefer Sutherland) statt, steht jedoch unter keinem guten Stern.

Für Justine sollte es der glücklichste in ihrem Lebens sein, ihr charmanter Mann trägt sie auf Händen, in ihrem schicken Brautkleid sieht sie toll aus und etliche Gäste sind zu ihrer aufwändig geplanten Hochzeit versammelt. Auch die Probleme ihrer Luxus-Stretch-Limousine, die nur mit Mühe durch die engen Waldwegkurven kämpft, können die positive Stimmung nicht negativ beeinflussen. Als die Edelkarosse gar stekcen bleibt, setzt sich das Brautpaar einfach selbst ans Steuer um wieder auf den richtigen Weg zu kommen.

So erreicht das Paar schließlich mit reichlich Verspätung das traumhafte Anwesen mit riesigem Golfplatz und Pferdeställen, während sich Claire bereits um ihre unberechenbare Schwester sorgt und der exzentrisch-penible Hochzeitsplaner (Udo Kier) ungeduldig wird. Aber noch läuft alles wie geplant. Am Himmel ist derweil der rote Riesenstern Antares zu sehen, während sich drinnen die Gäste auf das Brautpaar und das Dinner freuen. Brautvater Dexter (John Hurt) unterhält sich bestens mit den Damen seines Tisches, seine geschiedene Ex-Frau Gaby (Charlotte Rampling) lässt ihre negativen Gefühle zum Thema Ehe raus und Jack (Stellan Skarsgard), Chef von Justine und Trauzeuge von Michael, stellt der Braut noch während der Feier eine Beförderung in Aussicht.

Melancholia: Trailer und Inhalt zum Film mit Kirsten Dunst - Kino News Foto: (c) Christian Geisnaes

Mit zunehmender Stunde fällt es Justine allerdings immer schwerer, ihre ausgelassene Stimmung aufrecht zu erhalten und ihre Melancholie zu unterdrücken. Zunächst bemerkt nur Claire die Veränderung in Mimik und Gestik ihrer Schwester, woraufhin sie Justine eindringlich ermahnt, sich zusammenzureißen. Schließlich entgeht auch anderen Familienmitgliedern und Gästen kaum noch, dass die Braut den Abend nicht wirklich so zu genießen scheint, wie man es von einer Braut erwarten könnte. Justine zieht sich immer mal wieder zurück in die Dunkelheit des Golfplatzes, bringt ihren kleinen Neffen Leo ins Bett und legt sich für eine kurze Auszeit zu ihm oder geht noch schnell baden, während die Hochzeitsgesellschaft mit der Hochzeitstorte auf sie wartet.

Auch Gaby zieht sich immer mehr von den Feierlichkeiten zurück und wird schließlich von ihrem Schwiegersohn beinahe rausgeschmissen, was die ganze Situation natürlich auch nicht gerade entspannt. Dazu setzt Jack seinen jungen Mitarbeiter Tim (Brady Corbet) auf Justine an, um noch an diesem Abend einen wichtigen Slogan für eine neue Werbekampagne zu bekommen. Bräutigam Michael jedenfalls dringt mit all seinen Annäherungsversuchen kaum noch zu seiner Frau durch. Bald rückt der Sonnenaufgang näher und der rot leuchtende Stern am Himmel scheint verschwunden, da muss nicht nur Michale erkennen, dass Justine mit der Hochzeit nicht nur ihm und allen anderen, sondern auch sich selbst etwas vorgemacht hat.

[media id=187 width=468 height=384]

Justine ist schon bald so depressiv, dass Claire sie zu sich nach Hause holt, um sie wieder aufzubauen. Doch mittlerweile quält sich auch die ältere Schwester mit immer mehr Ängsten. Inzwischen ist nämlich bekannt geworden, dass der Planet Melancholia, der zehnmal größer ist als die Erde, sich mit enormem Tempo auf eben diese zubewegt. Im Internet kursieren unterschiedliche Meinungen darüber, was passieren könnte. Ihr Ehemann John versucht Claire zu überzeugen, dass es keinen Zusammenprall geben wird, doch macht sich die sonst so besonnene Claire trotzdem große Sorgen.

Fünf Tage soll es noch dauern, bis Melancholia die Umlaufbahn der Erde kreuzt. John gibt sich weiter optimistisch und bereitet sich mit seinem Fernrohr auf die bevorstehenden Ereignisse vor, organisiert aber heimlich auch Notrationen für den Fall der Fälle. Auch die Pferde auf dem Anwesen werden jeden Tag unruhiger, der Strom fällt aus und der langjährige Hausangestellte (Jesper Christensen) erscheint nicht mehr auf der Arbeit. Claire wird immer panischer, nur ausgerechnet Justine findet angesichts der drohenden Katastrophe immer mehr zu ihrer inneren Ruhe. Ungeduldig wird die Nacht erwartet, in der Melancholia bedrohlich nahe an die Erde herankommen soll. Zunächst bleibt die Katastrophe aus und die Gefahr scheint gebannt, was sich aber bald als Trugschluss erweisen soll.

Der dänische Regisseur Lars von Trier ist seit Jahren für seinen Mut und seine Risikobereitschaft bekannt und hochgeschätzt und hat nun mit „Melancholia“ einen grandiosen Film über das Ende der Welt geschaffen. Im Film betritt von Trier neue Wege und überrascht das Publikum einmal mehr. Der neue Film des bereits mehrfach mit Preisen ausgezeichneten Regisseurs überzeugt mit enormer Bildgewalt und gefühlsbetonter
Dramatik und gewährt tiefe Einblicke in die seelischen Abgründe und Ängste seiner ungleichen Darstellerinnen.

Nicht nur von Triers komplexes Drehbuch und die großartige filmische Umsetzung begeistern in „Melancholia“, auch die Besetzung überzeugt sehr. Nicht umsonst wurde Kirsten Dunst („Spider-Man“) für ihre schauspielerische Leistung im Film in Cannes als Beste Schauspielerin ausgezeichnet. Ihre Filmschwester Charlotte Gainsbourg hatte für ihre erste Zusammenarbeit mit von Trier, für ihre Rolle in „Antichrist“ übrigens den gleichen Preis erhalten. Zudem ist endlich mal wieder Kiefer Sutherland („24“) in einer anspruchsvollen Rolle zu sehen, ebenso mit dabei sind international bekannte Stars wie Alexander Skarsgård („True Blood“), Charlotte Rampling („Swimming Pool“), John Hurt („Harry Potter und die Heiligtümer des Todes“, „Hellboy“), Stellan Skarsgård („Thor“), Brady Corbet („Funny Games“), Jesper Christensen („Casino Royale“) und Udo Kier („Dancer in the Dark“, „End of Days“) gehören.

Fazit: Ein tolles Ensemble, eine sehr ungewöhnliche und extrem emotionale Story, auf jeden Fall tolle Bilder, allerdings ist der Film keine leichte Kost, wer sich im Kino lieber berieseln lässt, der sollte sich diesen Film also eher nicht ansehen. Also ein sehr gelungener, aber durchaus anstrengender Film.

Kinostart: 06.10.2011

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.




Durch Abschicken des Formulares wird dein Name, E-Mail-Adresse und eingegebene Text in der Datenbank gespeichert. Für weitere Informationen wirf bitte einen Blick in die Datenschutzerklärung.