Dieter Bohlen: Angst vor The Voice of Germany?

Wenn man heute die „Bild“ liest, könnte man glatt annehmen, dass Dieter Bohlen etwas Schiss in der Buxe hat, wenn morgen „DSDS“ in die nächste Runde geht. Gerade eine andere Show namens „The Voice of Germany“ hat in der deutschen Castinglandschaft neue Maßstäbe gesetzt. Stimme statt Show und vielleicht etwas viel Streicheleinheiten. Doch weniger Spott, Hohn und Beleidigungen. Doch gerade sein Format verteidigt Herr Bohlen natürlich im Interview mit der „Bild“.

„Wer uns nicht gesehen hat, kann am nächsten Morgen nicht mitlästern. Und dieses Jahr sind wir noch besser“ tönt es da. Und die anderen Shows sind ja eh in seinen Augen nix. Gerade „TVoG“ scheint ihm ein Dorn im Auge zu sein. „Uns kann man sehen. Ginge es nur nach Stimme, würde es keine Lady Gaga, keine Madonna, kein Tokio Hotel oder keine Katy Perry geben. Die Stimme allein machte vielleicht zu Zeiten des Grammofons und von Johannes Heesters einen Star, aber heute nur noch echt selten. Das ist doch alles Gequake. Die sollen alle erst mal ‘ne Nummer auf die eins kriegen, dann reden wir weiter. ,DSDS‘ hat bisher 12 Millionen CDs verkauft und 30 Millionen Sampler. Pietro Lombardi, der Superstar des letzten Jahres, schoss Lady Gaga von Platz 1 der Charts. Und er kam aus dem Nichts. Die Leute haben ihn bei ,DSDS‘ am Fernseher entdeckt. Nachmachen, bitte schön!“

Hm, das hört sich in meinen Augen ganz klar nach Futterneid an, Herr Bohlen. Aber keine Angst, es ist genug für alle da. Es gibt Millionen Zuschauer, die gerne sehen, wie talentlose Menschen zum Vergnügen der Massen vorgeführt und niedergemacht werden. Und Fremdschämen ist in Deutschland ja eh zum Volkssport avanciert.

Dieter Bohlen

Foto: (c) RTL / Stefan Gregorowius

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