Comeback: The Cranberries präsentieren ihr neues Album „Roses“

Wer wie ich ein Kind der 90-er ist, erinnert sich bestimmt noch gerne an die „Cranberries“, die irische Band bestehend aus Dolores O’Riordan, Noel Hogan, Mike Hogan und Fergal Lawler die mit ihrem außergewöhnlichen Klang Millionen begeisterten. Die Karriere der „Cranberries“ begann 1989 in ihrer irischen Heimatstadt Limerick und in den 1990ern verkauften sie mehr als 30 Millionen Alben weltweit. 2003 gab die Band „The Cranberries“ ihre Trennung bekannt, kamen aber noch einmal für eine Akustik -Performance zusammen, als Dolores O’Riordan 2009 ein Ehrendiplom am Trinity College erhielt.

„Sobald wir anfingen zu spielen war es, als hätten wir nie aufgehört“, erinnert sich Dolores. „Mit den Cranberries zu spielen ist, wie wenn man das perfekte Paar Schuhe anzieht – es passt einfach.“ 2010 gingen sie auf eine Reunion-Tour, mit insgesamt 107 Konzerten in ganz Europa, Nord- und Südamerika und in Asien; Höhepunkt war schließlich 2011 ihr allererstes Konzert in China.

„Während unserer Trennung hatte ich zwei Alben mit vielen verschiedenen Musikern aufgenommen“, erklärt Dolores, „und im Vergleich ist mir aufgefallen, dass Noel und Mike eine ganz besondere Art haben, Akkorde zu schreiben und wie Ferg alles auf ganz subtile Art und Weise zusammen hält. Wir hatten echt viel Spaß im Studio. Stephen war total in seinem Element und alles fügte sich super schnell zusammen. Wir fühlten uns frisch und jung – wie in alten Zeiten.“ Gitarrist Noel Hogan fügt hinzu: „Für mich war immer klar, dass wir ein weiteres Album machen würden. Während der letzten sechs Jahre haben Dolores und ich uns immer wieder Ideen geschickt.” Auf der Reunion-Tour begann die Band bei den Soundchecks an neuen Songs zu arbeiten. „Die Krönung war es allerdings, wieder mit Stephen Street arbeiten zu können – er hat uns geholfen, unseren Sound wieder zu finden.“

The Carnberries Cover: Universal Music

„Roses“ ist das erste Studioalbum der „Cranberries“ seit über zehn Jahren. Produziert wurde Roses von Stephen Street (The Smiths, Blur), dem langjährigen Freund und musikalischen Partner der Band, und es erinnert an den ursprünglichen und erfrischenden Sound ihrer ersten beiden Alben: Everybody Else Is Doing It, So Why Can’t We? von 1993 und den Nachfolger No Need To Argue von 1994. Das letzte Album vor „Roses“ war das 2001 erschienene Wake Up And Smell The Coffee.

Die Songs auf Roses stammen von einer Band, die wieder hungrig ist und in jedem Winkel hört man den außergewöhnlichen Klang von Dolores O´Riordans Stimme – das Markenzeichen der Band, das sie innerhalb weniger Jahre von einer jungen, hoffnungsvollen irischen Gruppe Ende der 80er Jahre zu einer MTV-Sensation und zu Weltstars machte.

Everybody Else Is Doing It, So Why Can’t We?, das Debütalbum der „Cranberries“ mit den Hitsingles „Linger“ und „Dreams“, erreichte in Großbritannien Platz 1 der Charts. Der Nachfolger No Need To Argue etablierte die Band endgültig, wir erinnern uns an Songs wie „Zombie“, „Ridiculous Thoughts“ und „Ode To My Family”“ Das Album erhielt in den USA sieben- und in Europa fünfmal Platin und schaffte es auf Platz 1 in Deutschland, Österreich, Australien und Platz 2 in Großbritannien. Ich bin sehr gespannt, ob der eingängige, aber auch eigenwillige Sound der „Cranberries“ auch heute noch den Geschmack der breiten Massen trifft und ob, dass neue Album „Roses“ an den Erfolg seiner Vorgänger anschließen kann.