Wok-WM 2012 – 1er Wok, 1. Lauf

Startschuss für den ersten Lauf dieses Abends. Den Beginn machten wie immer die 1er Woks. 10 Fahrer traten hier gegeneinander an, darunter lediglich eine Frau, Amazone und TV-Total Wettkampf-Veteranin Lucy Diakowska. Gefahren wurde dieses Jahr übrigens auf der Bahn am Königssee im schönen Bayern.

Den Anfang machte das Ailton für Brasilien, ein Wok-Neuling, der gleich für eine unrühmliche Premiere sorgte. Auf etwa halber Strecke blieb er aufgrund zu geringer Geschwindigkeit stehen und kam ohne Hilfe einfach nicht mehr weiter! Nach einer gefühlten kleinen Ewigkeit kam endlich ein Helfer und hat den Brasilianer angeschoben, damit er vielleicht doch noch ins Ziel kommt. Unterwegs legte er auch noch einen Dreher nach dem anderen hin, kurz vorm Ziel folgte dann auch noch der 2. Steher. Schließlich wurde er von einigen Helfern aus dem Wok befreit und ist dann nur durchs Ziel gelaufen, die Zeit wurde durch die Helfer gestoppt bei rund 3:48 Minuten. So schlecht sollte an diesem Abend (natürlich) kein anderer mehr sein.

Als Zweite ging Amazone Lucy an den Start. Letztes Jahr konnte sie sich die Bronzemedaille sichern, war interessant zu sehen, wie sie sich dieses Mal schlagen würde…
Die schmächtige Bulgarin hat vorm Start glatt ihre Unterwäsche ausgezogen, damit sie das zulässige Gewicht von Fahrer und Schüssel von 130 kg nicht überschreitet. Lucy selbst wiegt nach eigenen Angaben gerade mal um die 50 kg, am Körper trug sie zudem ca. 16 kg zusätzliches Gewicht, im Wok dann noch ein wenig mehr, so dass sie insgesamt auf ein Gewicht von 129,9 kg kam. Mit einer Zwischen-Geschwindigkeit von 81,3 km/h war sie ziemlich gut unterwegs. Das zugeladene Gewicht kam ihr sehr zugute, legte sie doch eine fantastische Zeit von gerade mal 1:02.676 hin. Das brachte sie lange Zeit in Führung.

Dann war Lukas Plöchl für Österreich an der Reihe, der als Ersatz für Christian Clerici antrat, der eigentlich gemeldet war, aber aus welchen Gründen auch immer verhindert war. Plöchl gehört übrigens zum österreichischen Musikact, der beim Eurovision Song Contest antritt und ist im Wok-Sport auch ein Neuling. Mit einer zwischenzeitlichen Geschwindigkeit von 70,3 km/h war er eher langsam unterwegs und kam schließlich auf eine Zeit von 1:13.353. Für einen Anfänger ist er allerdings gar nicht schlecht gefahren muss man sagen.

Nächster Starte war Elton (natürlich für Deutschland), der unterwegs so seine Probleme hatte. Auf jeden Fall war es eine teure Fahrt, hat der Gute doch unterwegs die Helmkamera geschrottet bei einem Zusammenstoß mit der Bande. Auf etwa halber Strecke (im Kreisel) kam er dann auch noch fast zum Stehen, aber zum Glück für ihn ging es doch noch weiter. Seine Zeit war mit 1:23.835 dann aber nicht gerade vorzeigbar.

Für Italien ging dann Giovanni Zarrella an den Start, der sich nach ca. 30 Sekunden bereits gedreht hat und den Rest der Bahn im Rückwärtsgang runter gesaust ist. Dafür hat er seine Sache gar nicht mal so schlecht gemacht, mit einer Zeit von immerhin 1:11.863.

Nächster im Feld war dann der schmierige Jay Khan für Großbrittanien, der eine ziemlich unspektakuläre Fahrt hinlegte und mit einer Zeit von 1:17.708 ins Ziel kam.

Lucy führte also immer noch mit Abstand das Feld an! Doch dann kam der haushohe Favorit Georg Hackl. Der 7fache Wok-Weltmeister und 2fache Silbermedaillengewinner war auf seiner Heimatbahn natürlich klar im Vorteil und legte prompt den schnellsten Start hin. Souverän flog er über die Bahn und kam mit einer klasse Zeit von 1:01.088 unten an.

Evil Jared, Mitglied der „Bloodhound Gang“ ging nun für die USA ins Rennen. Schnell war er nicht gerade und kam schließlich mit einer eher mäßigen Zeit von über 1:20 ins Ziel.

Wok-WM 2012 - 1er Wok, 1. Lauf - TV News Foto: (c) ProSieben

Jetzt standen nur noch zwei Größen des Wok-Sports in den Startlöchern – die ewigen Konkurrenten Joey Kelly und natürlich der Präsident der World Wok Union Stefan Raab.
Kelly machte für Irland den Anfang und war (natürlich) langsamer als Hackl, musste unterwegs viel mit den Armen korrigieren und kam schließlich mit einer Zeit von 1:03.060 unten an, vorläufig also Platz 3 für den Iren.

Dann kam der Raab, der zwischendurch mit stolzen 82,9 km/h unterwegs war und gut auf der Strecke lag. Mit 1:02.973 verdrängte er Kelly dann auf Platz 4, konnte die Zeit von Lucy allerdings auch nicht einholen.

Man durfte gespannt sein auf den 2. Lauf.

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