„Fischer fischt Frau“: Wenn es heimische Frauen nicht mehr wollen!

Das ZDF zeigt heute um 20.15 Uhr die Liebeskomödie „Fischer fischt Frau“ als Fernsehfilm der Woche. Unter der Regie von Lars Jessen treibt es die Darsteller um die halbe Welt. Frei nach dem Motto, wenn heimische Frauen nicht mehr wollen verschlägt es den Mann ins Ausland um das große Glück in der Liebe zu finden. Doch trotz all der Komik in der Geschichte hat die Sache auch einen ernsten Hintergrund. Für unsere einheimischen Fischer ist die Welt schon länger nicht mehr schön. Weg ist die Fischerromantik! Die wetterfesten Krabbenfischer, die jede Nacht mit ihren Kuttern auf die Nordsee fahren, kämpfen ums Überleben. In Zeiten der Globalisierung reisen die Nordseekrabben Tausende Kilometer bis nach Marokko, um dort billig gepult zu werden, bevor sie in Deutschland wieder auf den Teller kommen. Das Preisdumping der Großhändler bedroht die kleinen Familienbetriebe in Deutschland.

Einen der Fischer trifft das Schicksal besonders hart: Hein Schüpp (Peter Heinrich Brix) – seine Ex-Frau Rieke (Anna Loos) hat das undankbare Leben als Fischersfrau schon lange satt. Sie hat Hein verlassen und betreibt die gemeinsame Kneipe im Ort alleine weiter. Nur eines stinkt ihr: Sie will endlich reinen Tisch mit Hein machen und hofft, dass er bald in die Scheidung einwilligt. Ihre zahlreichen Briefe vom Anwalt und der Bank bleiben aber ungeöffnet. Denn Hein sitzt mit dem Kopf im Sand die ungeklärte Situation lieber stoisch aus.

Hein (Heinrich Peter Brix, l.) und Mona (Sanaa Alaoui, r.) Foto: (c) ZDF und Marion von der Mehden

Am liebsten würde Hein seine Ex gegen eine neue Frau eintauschen, so dass alles beim Alten bliebe – doch welche Frau lässt sich heute noch auf das Leben als Fischersfrau ein? Heins Freund Matze (Bjarne Mädel), ein umtriebiger, lebenskluger LKW-Fahrer, weiß, wo es die treuen, warmherzigen und genügsamen Frauen noch gibt: in Marokko, wo Matze die Nordseekrabben zum Pulen hin- und von wo er sie zurückfährt.

Hein wagt die größte Reise seines bisher überschaubaren Fischerlebens und fährt mit Matze im LKW von Ostfriesland nach Marokko. In der Krabbenpulfabrik in Tanger lernt er die temperamentvolle Mona (Sanaa Alaoui) kennen, die dort für zehn Euro am Tag deutsche Krabben pult. Mona mag den ruhigen, respektvollen Deutschen, und als beide bei einem Abendessen darüber lachen, dass man sich immer in den Falschen verliebt, fühlen beide eine zarte Verliebtheit. Hein lädt Mona zu sich nach Ostfriesland ein, drei Monate lang, auf Probe. Und wenn es gut geht, wird man eine Lösung finden. Mona schlägt alle Warnungen in den Wind und wagt das Abenteuer.

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