Deutsches Bier in der Krise?

Ganz Deutschland freut sich auf die Fußball EM 2012 und was dabei natürlich nicht fehlen darf ist ein guter Grill und eine Kiste Bier. Zumindest wenn man daheim die Spiele verfolgt ist dies eigentlich die Grundausstattung für einen gelungenen Abend. Aber auch beim Public Viewing und in den Biergärten ist natürlich das kühlende Nass unverzichtbar. Ein Kulturgut um das uns viele Nationen beneiden oder beneidet haben. In der „ZDFzoom“-Ausgabe „Hopfen und Malz verloren!“ am Mittwoch, 6. Juni 2012, 22.45 Uhr im ZDF, gehen die Autoren der Frage nach, wie gut Deutschlands Bier eigentlich ist. Kann es den hohen Ansprüchen immer noch standhalten?

Während die Leistungen der Fußball-Nationalmannschaft in der Vergangenheit schwankten, sind sich die Deutschen beim Thema Bier einig: Deutsches Bier ist das Beste der Welt. Doch bei allem Selbstbewusstsein – irgendetwas stimmt nicht mit dem geliebten Gerstensaft: Insgesamt sind die Deutschen keine Meister mehr im Biertrinken. In 20 Jahren ist der Bierkonsum um 35 Liter pro Kopf und Jahr gesunken. Steckt unser Bier in einer Krise?

„Die Wahrheit ist, dass sich vor allem die jungen Leute in Deutschland gelangweilt vom Bier abwenden“, erzählt der US-amerikanische Bierbuch-Autor Christian DiBenedetti. Im Glauben, das eigene Bier sei ohnehin unfehlbar, arbeite man in Deutschland hauptsächlich daran, Arbeitsschritte weiter zu automatisieren, statt neues Bier zu kreieren, das den Leuten wieder schmeckt. „Bei aller Tradition: Das deutsche Bier braucht eine Frischzellenkur.“
Beim World Beer Cup, dem wohl wichtigsten Bierwettbewerb, verloren die Deutschen sogar bei den Sorten, von denen man dachte, sie würden woanders gar nicht gebraut: beim Märzen, beim Schwarzbier, bei Bock und Doppel-Bock, sogar bei Weizen, Kölsch, Alt und Pils. Zur Fußball-EM findet nun auch die Neuauflage der Bier-WM statt. Können die deutschen Brauereien die Schmach von 2010 ausmerzen, oder stimmt mit unserem Bier etwas grundsätzlich nicht?

Die ZDF-Reporter hat Braumeister und Braumanager, Biertrinker und Bierprüfer getroffen, um herauszufinden, wie es wirklich um ein Kulturgut bestellt ist, das für die deutsche Identität mindestens so wichtig ist wie die Fußball-Nationalmannschaft.