Geiseldrama von Beslan 2004: Katja Burkard weint mitten in der Live-Jubiläumssendung

Diese Woche feiert das RTL-Mittagsmagazin “Punkt 12” sein 20-jähriges Jubiläum. Mit dabei ist natürlich Katja Burkard, die seit April 1997 das Gesicht des erfolgreichsten deutschen Mittagsmagazins ist. Katja Burkard feiert diese Woche ihr 15-jähriges Jubiläum bei “Punkt 12”. Täglich schauen über eine Million Zuschauer “Punkt 12”. Die “Punkt 12”-Zuschauer dürfen diese Woche ihre Wünsche äußern, was sie nocheinmal erleben möchten bei ihrem Mittagsmagazin. Am gestrigen Donnerstag überrschte uns Katja Burkard mit einer ganz neuen Frisur. Sie trug Stufenschnitt und ganz glatte Haare, was für die Zuschauer und auch für Katja Burkard total neu war. Sonst kennt man die Blondine nur mit heftiger, toller Lockenmähne.

In der heutigen Ausgabe wurde Katja Burkard von ihrem Teamkollegen Torsten Misler mit einer traurigen Geschichte überrscht: Am 1.September 2004 stürmte eine Gruppe von Terroristen in eine Schule in der nordkaukasischen Stadt Beslan ein, nahmen mehr als 1100 Kinder und Lehrer in ihre Gewalt. Nach offiziellen Angaben sollen bei der Geiselnahme 331 Geiseln ums Leben gekommen sein, als dutzende Polizisten in das Schulgebäude eingedrungen waren. Nur zwei Monate später reiste Katja Burkard als Projekt-Patin nach Beslan und überbrachte der Stadt eine Soforthilfe von 100.000 Euro, im Rahmen des RTL-Spendenmarathons. Das Bild von dem kleinen Georgi ging um die Welt, der neben einem Terroristen saß, der vor sich eine Bombe hatte.

Als Torsten Misler in “Punkt 12” mit einer sehr emotionalen Reportage die RTL-Moderatorin überrschte, fing sie an zu weinen. “Punkt 12-Reporter” Torsten Misler reiste vor wenigen Tagen erneut nach Beslan und berichtete, wie es heute – nach 8 Jahren nach dem schrecklichen Geiseldrama – in Beslan aussieht. Dabei traf er auch auf den kleinen Georgi, der heute 18 Jahre alt ist.

Nachdem der eingeblendete Beitrag endete, war Katja Burkard den Tränen nahe. Denn, die Geiselnahme hatte die “Punkt 12”-Moderatorin sehr mitgenommen. “Punkt 12” war die erste Sendung, die über den Überfall auf die Schule im Nordkaukasus berichtete, da sich das Ereignis um Punkt 12 ereignete. Stundenlang berichtete Katja Burkard über das schreckliche Geiseldrama an der Schule. Die Korrespondenten waren zum Zeitpunkt in der Nähe des Geschehens. Blut, Schüsse, Kinder: Katja Burkard sagte: “Das alles hat sich sehr tief eingegraben bei mir”.

In der Karriere als Journalistin hatte die “Punkt 12”-Moderatoren keinen Fall, der so Grausam war, wie das Geiseldrama von Beslan. An diesem Tag war der erste “Schnuppertag” im Kindergarten für die erste Tochter, Marie-Therese. Gegenüber “ln-online.de” sagte die Moderatorin: “Dazu kam, dass meine große Tochter an jenem Tag, als es in Beslan losging, einen Schnuppertag im Kindergarten hatte. Da denkt man natürlich als Mutter: “Mein Gott, was tust du da gerade”.

Man hat es in der Donnerstagsausgabe der Jubiläums-Sendung von “Punkt 12” gesehen, das es der RTL-Moderatorin immer noch sichtlich schwer fällt, über die Erlebnisse zu sprechen. Ganz gerührt war sie, als sie den heute 18 Jahre alten Georgi sah. Sie hatte ein leichtes Lächeln auf den Lippen. Diese schlimme Geschichte wird Katja Burkard sicherlich nie vergessen.