Robert Pattinson: Ist er endlich angekommen?

Nach dem bleichen Vampir wurde er ein Elefantenpfleger, ein Heiratsschwindler und nun sehen wir Robert Pattinson als durchgedrehten Finanzhai in der Literaturverfilmung „Cosmopolis“. Unter der Regie von David Cronenberg scheint der 26jährige Mime seinen Weg gefunden zu haben. Als Finanzjongleuer Eric Packer brilliert der Brite wirklich und liefert eine Darstellung ab, die es in sich hat. Ständig am Rand des Wahnsinns und irgendwann außer Kontrolle ist seine Darstellung des besessenen Millionärs, der in seiner Stretchlimo durch Manhatten fährt, beängstigend gut.

Im Interview mit der Nachrichtenagentur „dapd“ in Berlin berichtete Robert Pattinson, wie froh er ist, diesen Film gedreht zu haben. „Wenn du als Schauspieler nach Cannes eingeladen wirst, betrachtest du dich selbst in einem anderen Licht. Vielleicht kann ich tatsächlich doch coole Filme machen.“ Doch auch er wurde unter der Regie von Cronenberg manchmal an seine Grenzen geführt. Besonders die Nacktszenen waren sehr schwierig für den Schauspieler, der eher als zurückhaltend gilt.

Robert Pattinson über „Cosmopolis“

„Bei Sexszenen fühlen sich alle Anderen immer so wohl in ihrer Haut. Ich bin dann derjenige, der in Panik verfällt.“ Da er aber Cronenberg als Regisseur vertraute, war es nicht ganz so schlimm. „Wenn du einen Film drehst, den du nicht wirklich magst, fühlt du dich einfach nur etwas wie eine Prostituierte.“ Das alles scheint sich aber gelohnt zu haben, denn Insider munkeln schon von einer Oscar-Nominierung. Gratulation!

David Cronenberg, Robert Pattinson Foto: (c) Away! / PR Photos