„Russland steht hinter „Pussy Riot“

Der Staat Russland scheint sich im Auge der eigenen Bevölkerung keinen Gefallen mit dem Urteil über „Pussy Riot“ gemacht zu haben. Die Bandmitglieder müssen für zwei Jahre ins Straflager. Doch damit sind selbst die Russen nicht einverstanden. Laut der „Bild“ ergab eine Umfrage im Land: 77 Prozent der Bevölkerung finden das Urteil gegen die dreiköpfige Punk-Band zu hart, sie plädieren für eine mildere Strafe.

Nach Bundeskanzlerin Angela Merkel und Außenminister Guido Westerwelle kritisierte nun auch die Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger das Urteil gegen „Pussy Riot“: „Verfahren und Urteil gegen ‚Pussy Riot‘ sind eines Rechtsstaats unwürdig und leider eine Fortführung bekannter Missstände in der russischen Justiz, wie zum Beispiel der ungeklärte Tod des Rechtsanwalts Sergej Magnitsky im Moskauer Untersuchungsgefängnis…“

Bei dem Urteil gegen „Pussy Riot“ soll es, geht es nach der Verteidigung, nicht bleiben. Man will so schnell wie möglich in Berufung gehen. Am Freitag (17.08.) war die Punk-Band, die aus den drei Frauen Nadeschda Tolokonnikova, Maria Alechina und Jekaterina Samuzewitsch besteht, wegen „Rowdytums aufgrund religiösen Hasses“ verurteilt worden.