Tag zwei! „Wacken 2012“ lässt Besucher keine Ruhe!

Das „Wacken Open Air“ ist in vollem Gange. Bereits um 11 Uhr war gestern (03.08.) die Nacht für die Metalheads zu Ende. Der harte Bass von „Endstille“ diente hierfür als Wecker, die Herren rüttelten die Lebensgeister auf dem Campingplatz wach. Für viele Metal-Fans war die Nacht nur kurz; so bildeten sie verschlafen und verkatert lange Schlangen vor den Duschen.

Es folgte der Auftritt von „Sanctuary“. Eine Band, die man hier in Fachkreisen liebevoll als „nette Kapelle“ bezeichnet. Neben den Bands sind in Wacken auch Comedians wie Jim Breuer am Start. Mit den Imitationen großer Rockstars, wie Ozzy Osborne, James Hatfield oder Brian Johnson, begeisterte Jim Breuer das Infield.

Beim Auftritt der Rockband „The BossHoss“ durfte man sich wie im wilden Westen fühlen. Die Fans der Band kleideten sich im Cowboy-Look und tanzten Square-Dance.

Mit den Worten „Let The Hammer Fall“ riefen die Metal-Fans die True-Metal-Band „Hammerfall“ auf die Bühne. Unterdessen gab Mambo Kurt seine Künste an der Heimorgel zum Besten – immerhin ist er der einzige Künstler, der es wagt „Slayer“ auf der Heimorgel zu spielen. Eher Nordisch wurde es im Biergarten beim Auftritt von „Santiano“, die mit Seemannsliedern den Metalheads die norddeutsche Lebensart näher brachten. Dabei war die Thrash-Metal-Band „Overkill“, die zeitgleich auf der Hauptbühne spielte, lauter als die Hölle, und untermalte die Lieder von „Santiano“ mit Bass-Gewummere.

Für die Mitarbeiter an den Versorgungszelten und Bierständen hinterlässt das Festival bereits erste Spuren. 80.000 hungrige und durstige Metalheads wollen versorgt werden – ein Mammutakt für die Bedienungen hinter der Bar. Zufriedener wirken die Händler im Full Metal Market, die Totenköpfe, Bandshirts, Festivalshirts und CDs an die kaufkräftigen Metalheads, die alle ein Mitbringsel mit nach Hause nehmen wollen.

Als es dunkel wurde, verzauberte die Sängerin Liv Kristine der Symphonic Metal Band „Leaves‘ Eyes“ mit ihrer Stimme die Fans, die sich vor die Party Stage drängten, um einen Blick auf die hübsche Sängerin zu erhaschen. Es folgte Melodic Death Metal von „In Flames“. Das Growling von Anders Friden brachte die Stimmung zum Kochen. Der Freitag auf Wacken wurde abgerundet durch den Auftritt der Mittelalterrockband „In Extremo“. Mit Dudelsack und Feuershow bildeten sie den krönenden Abschluss auf der Hauptbühne.

Ach und übrigens: geregnet hat es auch wieder – was für Wacken aber normal ist…

Wacken 2012 Foto: (c) Ingo Höchsmann / FirstNews