Steinbrück duelliert sich mit seinem Schachcomputer

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück nimmt für seine Leidenschaft als Schachspieler ständige Niederlagen gegen seinen Schachcomputer in Kauf. In einem Gastbeitrag für die „Welt“ beschrieb Steinbrück Schach als „ein Spiel, das man niemals völlig beherrscht“. Man könne immer nur versuchen, besser zu sein als sein Gegner.

„Seit ich mich mit einem Schachcomputer duelliere, ist dies allerdings aussichtslos“, so der SPD-Kanzlerkandidat weiter. Spätestens in der nächsten Schwierigkeitsstufe werde er vom Computer geschlagen. Dafür ertrage der Schachcomputer „aber immerhin schweigend meine Anschuldigungen“, so Steinbrück. Steinbrück erklärte, dass die meisten Möglichkeiten beim Schach „die Dame“ habe. „Aber wer auf sie alleine setzt, hat schon verloren.“ Auf das Ganze komme es an, nicht auf die einzelne Figur, und sei sie noch so stark. Laut Steinbrück sei dies auch in der Gesellschaft so. „Es kommt auf alle an. Das ist auch der Grund, weshalb ich mir für unsere Gesellschaft wünsche: Mehr Wir als Ich.“ Die prägende Person für seine Schachleidenschaft war Steinbrücks Großmutter. „Sie hat mich nie gewinnen lassen. Der erste Sieg sollte echt sein, ich sollte ihn mir erarbeiten“, so Steinbrück. „Sieben Jahre habe ich bis zum ersten Sieg gebraucht, bis ich 13 war. In einer Zeit, in der es in der Schule nicht gerade optimal lief, waren es die Partien mit meiner Großmutter, die mich Ehrgeiz und Ausdauer gelehrt haben.“

Peer Steinbrück, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Peer Steinbrück, über dts Nachrichtenagentur

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