Reich-Ranicki starb ohne letzte Worte

Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) – Literatur-Ikone Marcel Reich-Ranicki ist ohne letzte Worte aus dem Leben geschieden. „Dazu war er schon zu schwach“, sagte sein Sohn Andrew Ranicki, der als Mathematik-Professor an der Universität Edinburgh in Schottland tätig ist. „Immerhin wird es aber keine Legendenbildung geben wie bei Goethe, der angeblich `Mehr Licht` sagte, und die Leute sich bis heute darüber streiten, ob er das im übertragenen Sinne meinte oder er einfach nur wollte, dass man die Fensterläden öffnet“, so der 65-Jährige.

An Reich-Ranickis Bett habe das neue Buch von Rüdiger Safranski über Goethe gelegen, welches er aber vermutlich nur angelesen habe. Von seinem Vater habe er gelernt, dass man das, was man tut, mit Überzeugung tun müsse, so Andrew Ranicki weiter. Die „abertausenden“ Bücher des verstorbenen Vaters gehen nun allesamt an die Universität Marburg.

Marcel Reich-Ranicki, über dts Nachrichtenagentur
Foto: Marcel Reich-Ranicki, über dts Nachrichtenagentur

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