Sebastian Madsen: Musik darf auch wehtun!

„Madsen“-Frontmann Sebastian Madsen ist genervt von seiner Generation, der Musik im Radio – und Cro. Der Sänger sieht es als Problem, dass alle tausend Ideen und große Visionen haben, aber die Umsetzung davon auf schieben. Im Interview mit „Der Westen“ sagte er:

„Typisch für diese Haltung ist dieser ganze Schluffikram, der zurzeit im Radio läuft, dieses Unentschlossene, ‚Wolke 4‘ und solche Sachen. Oder Cro. Nichts gegen den Typen, aber inhaltlich sagt mir das nicht viel. Diese Haltung ‚Mir ist alles scheißegal, komm, lass uns abhauen‘, die ist mir zu wenig.“ Der 34-Jährige Sebastian Madsen erklärte, wieso diese Musiker so großen Erfolg haben und fügte hinzu: „Weil sie einfach nicht wehtun. Weil sie so schön berieseln und den Leuten ein gutes Lebensgefühl vermitteln. Ich wünschte, es wäre anders, aber irgendwie erreichen sie damit unsere Generation und noch mehr die Generation nach uns. Ich fühle mich richtig von Schluffis umzingelt. Es macht wahnsinnig Spaß, dagegenzuhalten.“

Mitte August kam übrigens das sechste Studioalbum „Kompass“ von „Madsen“ auf den Markt.