„Toten Hosen“: Unwort des Jahres als Spendeneinnahme

Campino - ECHO Deutscher Musikpreis 2012 in BerlinDie Toten Hosen“ unterstützen mit dem Unwort des Jahres 2015 gemeinnützigen Organisationen. Ihr Manager Patrick Orth hatte sich die Rechte am Wort „Gutmensch“, wenige Tage bevor es zum Unwort gewählt wurde, gesichert. Die Einnahmen aus T-Shirt-Verkäufen mit dem Aufdruck „Gutmensch – No one likes us. We don’t care!“ geht an Wohltätigkeitsvereine wie beispielsweise die „RAA Sachsen Opferberatung“.

Orth erzählte „musikmarkt.de“: „Nachdem ja schon seit Jahrzehnten aus allen möglichen Richtungen versucht wird, Menschen, die sich gesellschaftlich engagieren, mit dem Wort zu diskreditieren, (…) hatten wir den Einfall, das Wort als Marke eintragen zu lassen, um die Deutungshoheit zurückzugewinnen.“

Das Unwort des Jahres wird von einer Jury aus Sprachwissenschaftlern in Darmstadt ausgewählt. Zur Begründung für die Wahl auf „Gutmensch“ heißt es, dass der Ausdruck „im Zusammenhang mit dem Flüchtlingsthema im letzten Jahr besonders prominent geworden“ sei.

Foto via BANG Showbiz

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