Anna Maria Mühe: Unangenehmer Dreh

Anna Maria Mühe 100216 big Anna Maria Mühe hatte Probleme mit dem Hitlergruß. Die Schauspielerin mimt in der Fernsehtrilogie „Mitten in Deutschland: NSU“ die Rechtsterroristin Beate Zschäpe, die seit 2013 vor Gericht steht. Gegenüber „Bild“ verriet die junge Frau, wie es ist, eine Nazibraut zu spielen: „Die Hürde war Beate Zschäpe selbst. Es ist ja noch gar nicht klar, was sie konkret gemacht hat. Und ich habe mich gefragt, ob es politisch korrekt ist, sie zu spielen. Aber am Ende dieser Fragen stand immer die Antwort: Ich bin Schauspielerin – ich will diese Rolle unbedingt spielen!“ Die Dreharbeiten an Originalschauplätzen waren allerdings manchmal unangenehm: „Wir hatten ein mulmiges Gefühl und waren auf ‚Hab acht‘-Stellung. Denn natürlich gab es dort, wie leider auch an vielen anderen Orten, Sympathisanten der rechten Szene, die manchmal mitgebrüllt haben. Ich hatte vom ersten Drehtag an einen Leibwächter an meiner Seite. Das war wichtig, damit ich mich sicher fühlen konnte.“

Das schwierigste für Anna Maria Mühe sei die berühmte Geste gewesen, wie sie weiter erzählte: „Die vielleicht größte Überwindung für mich war, den rechten Arm zu heben. Ich wusste bis zum Schluss nicht, ob ich es schaffe, den ‚Hitler-Gruß‘ zu machen. Am Ende haben das sehr strikte Sport- und Ernährungsprogramm irgendwie geholfen, den Arm einfach rauszupfeffern.“ Zudem habe sie lange Zeit gebraucht, die Rolle wieder abzuschütteln. Allerdings habe ihr ein Urlaub mit der kleinen Tochter dabei sehr geholfen.

Foto BANG Showbiz