„Jennifer Rostock“ und die gefährlichen Stereotypen

„Jennifer Rostock“ finden es schlimm, dass in Deutschland Menschen gerne in Schuladen gesteckt werden.

Im Interview mit „refinery29.de“ meinte Sängerin Jennifer Weist: „Ich finde zum Beispiel ganz schlimm, dass in Berlin seit Jahren vom Hipster geredet wird. Dieser Stereotyp muss weg. Der wird immer gleich beschrieben, als Modeströmung und Trenderscheinung. Wenn du einen Bart haben willst, dann hattest du den auch schon vor fünf Jahren. Und jetzt bist du ein Hipster, weil du ein Bart hast. Das ist scheiße.“ Dem fügte ihr Keyboarder Joe hinzu: „Was ich gefährlich finde, ist der Stereotyp der Unterschicht. So dieses ‚Cindy aus Marzahn‘-Ding. Das Darüberlachen, dass Leute ihre Kinder Kevin nennen. Dadurch hat sich meiner Meinung nach die Gesellschaft ganz schön gespalten. Und jetzt wundern sich alle, dass die AfD 21 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern kriegt. Das sind die Leute, über die man sich die ganze Zeit nur lustig macht: Das sind ja Menschen, die irgendwie ein Leben haben, Pläne haben, Träume haben, Sorgen haben. Und wenn dann mal jemand kommt und sich nicht über die lustig macht, sondern sie ernst nimmt – na klar, wählen die das dann. Das ist ein gefährliches Klischee oder Stereotyp, was man überwinden muss.“

Am Freitag (09.09.) kam mit „Genau in diesem Ton“ übrigens das fünfte Album von „Jennifer Rostock“ auf den Markt – die Band rechnet darin mit Sexisten, Rassisten und Nörgler ab.

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