Oliver Stone verteidigt Edward Snowden

Oliver Stone - The 50th Chicago International Film FestivalOliver Stone hat sich mit dem Film „Snowden“ an brisantes Material gewagt. Denn der Streifen handelt von dem Whistleblower Edward Snowden, der aus den USA flüchten musste, nachdem er geheime Dokumente veröffentlicht hatte. Mehrere Behörden unterschiedlicher Länder werfen dem einstigen CIA-Mitarbeiter vor, ein russischer Spion zu sein. Regisseur Stone lernte Snowden für seine Recherchen kennen.

Gegenüber dem „Focus“ sagte der Filmemacher: „Edward Snowden ein russischer Spion? Das ist absoluter Blödsinn! Wenn Ed ein Spion wäre, wäre er der beste Schauspieler, den ich je erlebt habe. Dann hätte er den Oscar verdient. Zumal er Russland laufend kritisiert.“ Dann fügte der 69-Jährige hinzu: „In Deutschland, auch in Washington oder London sitzen Geheimdienstler, die ihn für einen Spion halten, ohne dass es irgendeinen Beweis dafür gäbe. Neuerdings soll er ja auch für die Chinesen arbeiten.“

Oliver Stones Thriller-Drama „Snowden“ kommt übrigens am 22. September in die deutschsprachigen Kinos.

Foto: (c) Daniel Locke / PR Photos