Fatboy Slim über seine DJ-Kollegen

DJ Fatboy Slim in Concert at Discoteca Lux in LisbonAuch mit 53 Jahren gönnt sich DJ-Legende Fatboy Slim keine Pause und steht bei zahlreichen Festivals auf der Bühne.

Im Interview mit „Musikexpress“ verriet er, was in den vergangenen Jahren mit der elektronischen Musikszene geschehen ist und warum Martin Garrix, Avicii und David Guetta solch einen enormen Erfolg haben: „Sie entertainen die Menschen. Das Ding mit diesen DJ-Superstars ist: Sie würden nicht wie Superstars behandelt, wenn sie gewissen Leuten nicht Geld einbringen würden. Es ist wie mit Fußballern: Wenn du nicht außergewöhnlich gut bist und keine Nachfrage nach dir ist, wirst du auch nie wie ein Star behandelt werden. Dass Martin Garrix und Co. diese Nachfrage erschaffen haben, liegt aus meiner Sicht am Internet. Wolltest du vor dem Internet elektronische Musik hören, musstest du in den Nachtclub – was wiederum bedeutet, du musst über 18 sein. In den USA sieht es noch extremer aus. Wenn du mit 21 Jahren als volljährig giltst, sind deine Tage als Nachtschwärmer eigentlich schon vorüber. Da diese Musik nicht im Radio lief, war die Zielgruppe dementsprechend klein. Nun können bereits Kids solche Musik hören und sich Videos von Martin Garrix online anschauen.“

Von Robin Schulz hält er nicht viel, wie er außerdem verriet: „Nein, es ist überhaupt nicht mein Geschmack. Aber weißt du, ich habe mich neulich mit einem Drum’n’Bass-DJ unterhalten und ich habe ihn gefragt, was er von meinem Set hielt. Er antwortete: ‚Oh, nun ja, also, du bist schon in Ordnung.‘ (…) Aber er erklärte mir: ‚Ich mag nun einmal Drum’n’Bass – und du spielst kein Drum’n’Bass.‘ Und so ist es bei mir mit Robin Schulz und Felix Jaehn. Ich respektiere sie für ihre Leistung, aber es ist überhaupt nicht meins.“

Foto: (c) Rui M. Leal / PR Photos