Katrin Krabbe-Zimmermann: Mitgefühl mit selbstmordgefährdete Menschen

Der Mann von Sprint-Legende Katrin Krabbe-Zimmermann hat sich 2015 das Leben genommen.

Im Interview mit der „Gala“ äußerte sich die heute 47-Jährige dazu: „Ich war so verzweifelt, dass ich glaubte, es breche alles über mir zusammen.“ Vor allem wegen ihrer beiden Kinder konnte sie den Selbstmord ihres Mannes nur als ein „Abhauen“ empfinden. Sie sagte: „Ich bin davon überzeugt, dass das Leben lebenswert ist und man immer neue Möglichkeiten hat.“ Andererseits habe sie auch „ganz viel Mitgefühl“ für Menschen mit Suizid-Gedanken, wie sie sagte: „In welcher Verzweiflung muss jemand sein, dass er nicht mehr auf dieser Erde sein will?“

Katrin Krabbe galt übrigens bis Anfang der Neunzigerjahre als „Grace Kelly der Tartanbahn“ und hat EM- und WM-Gold gewonnen. Nach Dopingvorwürfe kam dann das Karriere-Aus. Dann folgte ein Steuerhinterziehungsprozess und schließlich die Insolvenz, in deren Folge ihr Ehemann Michael Zimmermann sich 2015 das Leben nahm. Heute arbeitet die Ex-Sportlerin in einem Autohaus und betreut in ihrer Freizeit Sterbende in einem Hospiz.