Maria Furtwängler hasst frauenfeindliche Witze

Maria Furtwängler - Entertainment Award 'Diva 2012'Maria Furtwängler kämpft gemeinsam mit ihrer Tochter Elisabeth und deren Stiftung „MaLisa“ für eine Gleichberechtigung der Gesellschaft. In vielen Musikvideos zum Beispiel geht es nur noch um Sex und Titten, obwohl der Text der Lieder gar nichts damit zu tun hat.

Dem „Kölner Stadtanzeiger“ sagte die Schauspielerin, was man dagegen tun sollte. Sie meinte: „Ich bin absolut gegen Zensur oder Verbote. Ich glaube, es geht mehr darum zu sensibilisieren, sodass man eine kritische Distanz aufbauen kann. Wichtig ist, dass wir diverse, also vielfältigere Bilder verbreiten, sodass man in der Welt der Musikvideos nicht nur den starken Mann zeigt, der coole Autos, die Kohle, die Weiber hat – und noch einen Hubschrauber. Und auf der anderen Seite steht die Frau, deren Macht sich sehr stark und ausschließlich auf ihre sexuelle Attraktivität reduziert. Das heißt ja nicht, dass man das nicht haben kann, aber so ist es eben sehr einseitig. Es werden kaum andere Rollenmöglichkeiten dargeboten, in Musikvideos gibt es nahezu keine Beziehung auf Augenhöhe.“

Die Auseinandersetzung mit diesem Thema beeinflusst auch ihr Leben. Dazu sagte die Schauspielerin: „Ich bin wacher geworden den alltäglichen Formen von Diskriminierung gegenüber, und auch mein eigener Blick auf andere Frauen hat sich verändert. Ich merke, dass ich mitunter keine Spur anders oder besser bin, aber ich bin sensibler geworden.“

Foto: (c) Hubert Boesl