Patricia Kaas: „Hätte gerne Hand gehabt, die mich ins Leben geführt hätte“

Patricia Kaas geht auf Welttournee. Nur zwei Konzerte gibt sie dabei in Deutschland: Am 19. August im Klosterhof Wiblingen in Ulm und am 20. August in Monschau.

Nach welchen Kriterien sie ihre Songs auswählt, das verriet sie der „Südwest Presse“: „Das kommt ganz darauf an. Aber je älter ich werde, umso wichtiger werden die Texte. Ich hätte mich auch früher vielleicht nicht unbedingt getraut, einen Text wie ‚La lanque que je parle‘ zu singen, oder ‚La maison au bord de la mer‘.“ Auf ihrem neuen Album gibt es einen sehr starken Text, der außerdem sehr persönlich ist, nämlich der Titel „Adèle“. Dazu sagte sie: „Es ist das erste Mal, dass ich darüber singe, was ich einem Teenager so mitgeben würde, was es bedeutet, eine Frau zu sein, den Männerblicken preisgegeben, die einen abschätzen. Das ist ein bisschen feministisch, aber vor allem ist es ein Song darüber, dass ich gerne eine Hand gehabt hätte, die mich ins Leben geführt hätte. Also meine Mutter, die leider viel zu früh starb.“

Kaas‘ Mutter starb übrigens an Krebs, kurz nachdem die Sängerin Ende der 1980er Jahre den Durchbruch geschafft hatte.