Surf-Legende Robby Naish: „In den USA kennt mich keine Sau“

Wenn der 24-malige Windsurf-Weltmeister nach Deutschland kommt, hat er ein festes Ritual.

Im Interview mit der „Heilbronner Stimme“ verriet er, was das ist. Er sagte: „Ich liebe das Essen hier. Wenn ich in Deutschland aus dem Flugzeug steige, dann hole ich mir als erstes immer ein Würstchen im Brötchen.“ Der 54-Jährige sagte auch, dass er in Europa viel populärer sei, als in den USA. Er sagte: „In Deutschland werde ich häufiger erkannt als daheim. In den USA kennt mich ja keine Sau.“ Bei der Präsidentenwahl in den USA hat Naish für Donald Trump gestimmt. Mittlerweile sieht er das aber anders und ist sowohl von den Konservativen, als auch von den Demokraten enttäuscht. Er sagte: „Trump kann leider auf ‚Twitter‘ seine Klappe nicht halten. Es fehlt an Inhalten und es fehlt beiden Lagern an gesundem Menschenverstand und der Einsicht, dass niemand zu 100 Prozent recht haben kann.“

Mit 13 Jahren hat der gebürtige Kalifornier übrigens seinen ersten WM-Titel gewonnen. Trotzdem hatte er lange Zeit Probleme mit der Bezeichnung „Surf-Legende“. Er sagte der Zeitung: „Bis vor ein paar Jahren habe ich diese Bezeichnung richtig gehasst. Da war mir das richtig peinlich. Mittlerweile finde ich es nicht mehr schlimm, weil es zeigt, dass ich noch immer irgendwie wichtig bin.“