Diese Songs sind kopiert?

Es gibt Songs, von denen denkt man eigentlich: „Das ist ein Klassiker.“ Doch oft sind schon die vermeintlichen Klassiker eine Cover-Version. Die Originalsongs sind nur meistens unentdeckt geblieben und wurden dann durch ihre Neuinterpretation bekannt. Daher verbinden wir mit „Girls Just Wanna Have Fun“ automatisch Cyndi Lauper oder Aretha Franklin mit „Respect“. Doch das sind nicht die Originale, auch wenn der Kultstatuts dieser Songs das vermuten lässt.

Hier sind 14 Songs, von denen man nicht gedacht hätte, dass es Cover-Versionen sind (Quelle: „Entertainment Weekly“):

1. Cyndi Lauper – „Girls Just Wanna Have Fun“ – im Original von Robert Hazard

Cyndi Lauper begann ihre Solo-Karriere 1983 mit dem Power-Frauen-Song “Girls Just Wanna Have Fun”. Der Song appelliert an alle Frauen, einfach Spaß zu haben, ohne groß darüber nachzudenken. Umso erstaunlicher ist es, dass der Song ursprünglich von einem Mann stammt. Und zwar aus der Feder von Robert Hazard 1979. Mit seinem Segen verwandelte Lauper den ursprünglichen Rock-Song in die Frauen-Hymne, die er heute ist.

2. “Soft Cell” – „Tainted Love“ – im Original von Gloria Jones

“Soft Cell” landeten mit der Synthie-Pop-Version von “Tainted Love” 1981 einen ihrer erfolgreichsten Hits. Dabei hat der Song schon einige Jahre mehr auf dem Buckel. Er stammt von Gloria Jones aus dem Jahr 1965 und hat seither nicht nur durch „Soft Cell“ eine Reinkarnation erfahren, sondern auch durch Marilyn Manson im Jahr 2003 oder durch die „Scorpions“ im Jahr 2011.

3. Johnny Cash – „Ring of Fire“ – im Original von Anita Carter

“Ring of Fire” gilt als einer der bekanntesten und kultigsten Songs von Johnny Cash. In dem Song kommt Cashs tiefe Stemme voll und ganz zur Geltung, es scheint als sei der Song direkt für den Sänger geschrieben worden. Ist er aber nicht. „Ring of Fire“ stammt aus der Feder seiner Schwägerin Anita Carter und seiner Frau June Carter Cash. 1963 veröffentlichten die Damen den Song.

4. Aretha Franklin – „Respect“ – im Original von Otis Redding

Otis Redding nahm „Respect“ 1965 auf. Der Song wurde aus der Sicht eines verzweifelten Mannes gesungen, doch Aretha Franklin machte den Song mit ihrer Version aus dem Jahr 1967 zu einer feministischen Hymne.

5. “UB40” – “Red Red Wine” – im Original von Neil Diamond

Neil Diamond hat den Song ursprünglich als Ballade für sein zweites Studioalbum „Just For You“ aus dem Jahr 1967 aufgenommen. Nach Interpretationen von Peter Tetteroo (1968) und Tony Tribe (1969), verpassten „UB40“ dem Klassiker den Reggae-Sound, mit dem der Sing bis heute noch ein Ohrwurm ist.

6. Nina Simone – “Feeling Good” – im Original aus dem Musical “The Roar of the Greasepaint – The Smell of the Crowd”

Bevor Nina Simone 1965 aus “Feeling Good” einen bis heute oft kopierten Jazz-Standard machte, war die Ballade zuvor 1964 in dem Musical “The Roar of the Greasepaint – The Smell of the Crowd” zu hören.

7. Elvis Presley – “Hound Dog” – im Original von Big Mama Thornton

Elvis Presley ließ sich in seiner Musik stark vom Rhythm & Blues der schwarzen Musiker beeinflussen. Dabei ist einer seiner bekanntesten Songs „Hound Dog“ keine Ausnahme. Im Gegenteil: Der Song ist nicht nur von schwarzer Musik inspiriert, sondern eine Cover-Version. Das Original wurde von der Blues-Sängerin Big Mama Thornton 1952 eingesungen, geschrieben wurde er von Jerry Leiber und Mike Stoller. Der Song erreichte aber erst nach der Aufnahme des King of Rock’n’Roll im Jahr 1956 große Popularität.

8. Céline Dion – “Power of Love” – im Original von Jennifer Rush

“The Power of Love” gilt al seiner der bekanntesten Songs von Celine Dion und war sogar ein Nummer-Eins-Hit im Jahr 1994. Dabei war der Song zehn Jahre vorher bereits schon einmal an der Spitze der Charts. Und zwar in England und das in der Original-Version von Jennifer Rush. Der erneute Erfolg des Songs zahlte sich für Rush ordentlich aus – getreu nach dem Motto „Old but Gold“.

9. “Salt-n-Peppa” & „En Vogue“ – “Whatta Man” – im Original von Linda Lyndell

Es ist durchaus bekannt, dass Künstler alte Songs überarbeiten und ihnen damit einen neuen Schliff verpassen. Genau das taten „En Vogie“ und „Salt-n-Peppa“ mit dem Titel „Whatta Man“ aus dem Jahr 1968. Im Original wurde der Song von Linda Lyndell aufgenommen, die auch mit James Brown und Tina Turner zusammen gearbeitet hat.

10. Sheryl Crow – “The First Cut is the Deepest” – im Original von Cat Stevens

Cat Stevens hat den Pop-Rock-Song ursprünglich im Jahr 1967 aufgenommen. Sheryl Crow brachte die Melodie 2003 zurück in die Radios und verwandelte den Song in eine langsamere emotionale Aufnahme.

11. Björk – “It’s Oh So Quiet” – im Original von Betty Hutton

Björk landete mit “It’s Oh So Quiet” von ihrem zweiten Studioalbum im Jahr 1995 einen Riesenhit. Der Song war ursprünglich auf einer B-Seite der amerikanischen Sängerin und Schauspielerin Betty Hutton, die wiederum den Song selbst nach einem deutschen Lied aus dem Jahre 1948 interpretierte, dessen Titel nicht bekannt ist.

12. „Fugees“ – “Killing Me Softly With His Song” – im Original von Lori Lieberman

Der “Fugees”-Hit “Killing Me Softley With His Songs” ist im Prinzip ein Cover eines Covers. Während die “Fugees” für ihre Neuinterpretation des Songs im Jahr 1997 mit einem Grammy geehrt wurden, stammt der Song eigentlich von Lori Liebermann. Besser bekannt dürfte aber die Cover-Version von Roberta Flag aus dem Jahr 1973 sein, mit der sie sich für fünf Wochen den ersten Platz der Billboard Hot 100 sicherte.

13. Michael Andrews & Gary Jules (Soundtrack “Donnie Darko”) – “Mad World” by Michael – im Original von “Tears for Fears”

Bevor “Mad World” zu einer düsteren Ballade auf dem “Donnie Darko”-Soundtrack wurde, war der Song 1982 ein Tanzlied mit Synthie-Sound von “Tears for Fears”.

14. Natalie Imbruglia – “Torn” – im Original von Lis Sørensen

Eigentlich war „Torn“ einmal ein Rocksong der Band „Ednaswap“ aus dem Jahr 1993. Dann bekam „Torn“ ein zweites Leben, als es ein Jahr später von der dänischen Sängerin Lis Sørensen aufgenommen wurde. Den größten kommerziellen Erfolg erfuhr der Song dann durch das Cover von Natalie Imbruglia im Jahr 1997.

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