Jürgen Prochnow: Den Ehrgeiz hat er von seinem Opa

Jürgen Prochnow - The 20th Annual Night Of A Hundred StarsSchauspieler Jürgen Prochnow gilt als sehr ehrgeizig.

Im Interview mit „nordbuzz.de“ sagte er: „Also was den Beruf angeht, bin ich sehr ehrgeizig. Und ich würde mir das immer vorwerfen, wenn ich es nicht wäre. Das ist ja mein Beruf und das, was mir Spaß macht.“ Außerdem verriet er, woher das kommt: „Ich denke durch die Erziehung durch meinen Großvater. Mein Vater war ja nicht da. Dafür hat mir mein Großvater klargemacht: Wenn du was erreichen willst in deinem Leben, musst du fleißig sein, arbeiten, etwas können.“

In seinem neuen Film „Leanders letzte Reise“ spielt er einen grimmigen und greisen Ex-Wehrmachts-Offizier, der sich auf eine Reise in die Vergangenheit und zu seiner großen Liebe begibt.

Warum ihn die Rolle gereizt hat, verriet er ebenfalls: „Ich denke, die Rolle hat mich auch deshalb interessiert, weil es jemand aus der Generation meines Vaters ist, den ich da spiele. Ich weiß noch, dass wir an diese Generation nach dem Krieg diese ganzen vielen Fragen hatten, die uns nie beantwortet wurden. Das Schweigen dieses Mannes, der in sich verharrt und trotzdem versucht, sich von diesem Druck, diesem Schuldgefühl zu befreien, das kenne ich. Die jüngere Generation, im Film repräsentiert von der Enkelin, versteht nicht, was da passiert ist, weil eben nie darüber gesprochen wurde.“

Foto: (c) Albert L. Ortega / PR Photos