10 kuriose Fakten über „The Killers“

The Killers - iHeartRadio Music Festival Las Vegas 2015Es ist kein Geheimnis, dass Brandon Flowers und Dave Keuning dank ihrer gemeinsamen Begeisterung für „Oasis“ zu Bandkollegen wurden. Ebenso bekannt dürfte sein, dass „Mr. Brightside“ gleich bei der ersten gemeinsamen Probe entstanden ist. Doch es gibt noch mehr Erstaunliches über die Jungs aus Las Vegas zu erfahren. Der „Rolling Stone“ hat zehn kuriose Fakten über „The Killers“ einmal zusammengefasst.

1. Der Bandname stammt aus dem New-Order-Video
„The Killers“ haben einen besonderen Bezug zu „Joy Division“. Der „Joy Division“-Nachfolgeband „New Order“ haben sie sogar ihren Bandnamen zu verdanken: Im Video zu deren Song „Crystal“ steht auf dem Drumkit der fiktiven Band, die zum Playback performt, der Name „The Killers“.

2. Weggefährten von Elvis und Jimi Hendrix auf dem „Killers“-Debüt „Hot Fuss“
Vor über 50 Jahren nahm die Gesangsgruppe „The Sweet Inspirations“ ihre ersten Platten auf – eines der Hauptmitglieder war damals Cissy Houston, Mutter von Whitney Houston und Tante von Dionne Warwick. „The Sweet Inspirations“ sangen 1967 auf Van Morrisons Hit „Brown Eyed Girl“, wirkten auf Jimi Hendrix’ „Electric Ladyland“-Album mit, ebenso auf Dusty Springfields Longplayer „Dusty In Memphis“. Sie arbeiteten mit Aretha Franklin zusammen und begleiteten Elvis [auch im Dokumentarfilm „Elvis – That’s The Way It Is “ zu sehen], sangen im Film „Grease“ und mit den „Bee Gees“. Nach 15 Jahren Pause feierten sie ab 1994 ein Comeback: Sie traten bei Elvis-Tribute-Shows auf, spielten aber auch neues eigenes Material ein. Und kollaborierten im Jahr 2004 ausnahmsweise mit einer jungen Newcomerband – „The Killers.“

3. Pizza-Boy für Morrissey
Mit 18 Jahren jobbte Sänger Brandon Flowers in seiner Heimat Las Vegas als Kellner, im Restaurant „Spago“, das sich im Caesar’s Palace befindet. Eines Tages erschien sein Idol Morrissey in dem Lokal und orderte eine Pizza mit Pilzen und eine Tasse Earl Grey. Flowers stammelte „Pilze sind sehr cool“ und servierte Morrissey als Bonus-Belag einen Fanmonolog, in dem er seine Verehrung kundtat. Und Morrissey? Der ignorierte seinen jugendlichen Fan einfach.

4. Die Bartstoppelsammlung
Brandon Flowers sammelt seit 2008 seine abrasierten Bartstoppeln. 5-6 Tage lang lässt er seinen Bart wachsen, rasiert ihn dann ab und kehrt die Barthaare schließlich fein säuberlich in einen Plastikbeutel mit Ziploc-Verschluss, den er natürlich auch auf Reisen mit sich führt. Im oberen Bereich des Beutels sind schon ein paar graue Bartstoppeln zu sehen. Den Sinn dieses Rituals findet Flowers in der damit verbundenen Reflexion, wo er musikalisch steht. Ein Teil von ihm wird, so Flowers, wird immer Pop sein, und diese Tatsache möchte er sich regelmäßig bewusst vor Augen führen – symbolisiert durch den Akt der Rasur als Freilegen seiner Wurzeln.

5. Überraschung mit Alice-Cooper-Maske
Als „The Killers“ im November 2008 in der ausverkauften Londoner Royal Albert Hall ihr damals neues Album „Day & Age“ vorstellten, lauerte Ihnen nach der Show backstage ein seltsamer Typ auf. Er trug eine Alice-Cooper-Maske und schien beinahe kindliche Freude dabei zu haben, die Band auf dem Weg in ihre Garderobe herausfordernd anzutanzen. Es war Paul McCartney. Und er hatte sogar noch ein paar Komplimente für den gelungenen Konzertabend dabei.

6. Der alienparanoide „Uncle Johnny“
Brandon Flowers hat einen Onkel. Stets trägt er ein „Led Zeppelin“-Shirt und ist auf dem Album „Sam’s Town“ verewigt. „Uncle Johnny“ litt infolge seiner Kokainsucht unter einer ausgeprägten Paranoia: Er war besessen von George Orwells „1984“ und überzeugt davon, dass Aliens kommen und seine Spermien klauen würden. Um diesen schrecklichen Diebstahl zu verhindern, versuchte er kurzerhand, seine Testikel wegzuschießen. Erfreulicherweise litt die Präzision unter dem Drogeneinfluss und er schoss daneben. Mittlerweile ist der Onkel wieder clean.

7. Inspiriert von Hunter S. Thompson
Als „The Killers“ die Single „Human“ veröffentlichten, sorgten sie nicht nur mit der musikalischen Neuorientierung in Richtung Dancefloor für irritierte Gesichter, sondern vor allem auch mit der Zeile „Are we human or are we dancer?“ Diese Frage war allerdings kein Ergebnis eines geselligen Philosophie-Abends mit Uncle Johnny, sondern wurde von einer Aussage des „Fear And Loathing In Las Vegas“-Autors Hunter S. Thompson inspiriert. Dieser hatte einmal die Befürchtung verlauten lassen, Amerika würde eine „generation of dancers“ heranziehen. Er meinte damit, dass viele Menschen sich nicht trauen, ihrem eigenen Takt zu folgen.

8. Gitarrist Dave Keuning beinahe in Stonehenge vergessen
„The Killers“ widmeten ihre Aufmerksamkeit anderen Dingen als ihrer Reisegruppenvollständigkeit, als sie im Sommer 2005 auf dem Weg zum Glastonbury Festival waren. Erst nach gut einer Stunde fiel auf, dass ihr Gitarrist Dave Keuning fehlte. Wo war er bloß abhanden gekommen? Beim letzten Tankstellen-Stopp? Oder bereits während der vorangegangenen Stonehenge-Besichtigung? Sie fuhren zurück und konnten ihren Gitarristen bereits an besagter Tankstelle wohlbehalten einsammeln.

9. Ein Klavier und eine Songwriter-Uroma
Die Musik trat in Brandon Flowers’ Leben, als seine Familie ein Klavier von Uroma Melinda erbte. Ihr Show-Name war „Dixie“ und sie schrieb Country-Songs, einen davon nahm sogar Country-Legende Mel Tillis auf. Brandon bekam Dank des Erbstücks als Kind Klavierunterricht und auch zur Country-Musik fand er eine Verbindung. Zu dem posthum erschienenen Johnny-Cash-Album „Out Among The Stars“ wurde ein gleichnamiger Kurzfilm veröffentlicht, für den Flowers 2014 gemeinsam mit der Band „Dawes“ Cashs „I Came To Believe“ aufnahm.

10. Brian-Eno-Albtraum überwunden
Durch ein Missverständnis glaubten „The Killers“, dass Brian Eno eine Zusammenarbeit auf „Sam’s Town“ abgelehnt habe. Die Wahrheit war: Er war gar nicht gefragt worden. Von diesem Zeitpunkt an verfolgte Brandon Flowers ein und derselbe Albtraum – der einzige wiederkehrende Traum, den er jemals hatte: Er läuft auf der einen Straßenseite, Brian Eno auf der anderen. Und es ist unmöglich, die Straße zu überqueren. Dieses Gefühl, nicht gut genug für Brian Eno gewesen zu sein, verfolgte ihn jahrelang. Bis sich das Missverständnis aufklärte. Und zu einer Art von Zusammenarbeit kam es schließlich auch noch und zwar auf ihrem aktuellen Album „Wonderful Wonderful“.

Foto: (c) PRN / PR Photos

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