Monika Gruber: „Die Welt ist verrückt geworden“

Monika Gruber startet am 2. November ihr sechstes Soloprogramm mit dem Namen „Wahnsinn“. Doch die Bühnenfigur und die private Gruberin, das sind zwei ganz unterschiedliche Geschichten.

Über die Themen der Show sagte sie im Interview mit der „tz“: „Des sagt der Titel eigentlich schon aus: der Wahnsinn unserer Zeit. Das ist erst seit ein paar Jahren so ein Gefühl, das ich hab: Die Welt ist verrückt geworden, es ist nichts mehr normal. Was früher normal war, ist heut abartig oder reaktionär. Der Meinungskonsens hat sich gedreht. Wir haben eine Hysterie-Maschinerie und eine Empörungskultur – man regt sich über alles auf, und ich mein: Denkt’s doch mit Eurem g’sunden Menschenverstand einfach mal nach!“

Auf der Bühne teilt die Komikerin gerne aus, im Privatleben eher selten. Dazu sagte sie: „Nur, wenn’s um Politik geht, wenn ich mich aufregen muss. Ansonsten wär’ das ganz anstrengend für mein Umfeld, und ich hätte meinen Freundeskreis schon ganz schön dezimiert, wenn ich privat so wär’ wie auf der Bühne. Brauch’ ich auch gar nicht, weil die Bühne ist ja mein Ventil. Da kann ich alles sagen, was ma net passt und was mi aufregt. Und auch, wenn ich ziemlich krachert rüberkomm’, glaub’ ich, bin ich scho ein ziemlich sensibler und feinfühliger Mensch. Aber da werd jetzt bei einigen a Lachsalve losgeh…“