Jan von „Tocotronic“ über die Jugend

Eben erst ist das neue Album „Die Unendlichkeit“ von „Tocotronic“ erschienen. Das Album beschreibt die Autobiografie von Sänger und Songwriter Dirk von Lowtzow.

Im Interview mit „sueddeutsche.de“ sagte Bassisten Jan Müller dazu: „Das Album handelt zwar von Dirks Biografie, aber mich hat sehr berührt, dass die Texte so eine große Nachvollziehbarkeit und Allgemeingültigkeit haben, ohne sentimental zu werden. Es gibt ja auch Popsongs, die ganz krass mit dem Holzhammer diese sentimentale Schiene bedienen. Das ist so eine unangenehme Schmalzglocke, in die man da gezogen wird. Ich reagiere da immer ganz allergisch drauf.“ Warum, das erklärter er auch. Er sagte: „Weil ich die Grunderzählung daran falsch finde: dass die Jugend die tollste Zeit ist, nach der man sich zurücksehnen muss. So sehe ich das Leben nicht. Die Jugend ist natürlich sehr wichtig und vielleicht ist sie besonders intensiv in der Wahrnehmung. Aber wenn wirklich alles darauf zurückfokussiert, das finde ich dann ein bisschen, ja, reaktionär.“

Das neue Album „Die Unendlichkeit“ von „Tocotronic“ ist übrigens am 26.01. erschienen. Per Live-Stream via „Facebook“ konnte alle Fans gestern (25.01.) an der Release-Party teilhaben.