Meryl Streep: Brief von französischen Frauen ist Rückschritt

Meryl Streep - EE British Academy Film Awards 2017Der offene Brief, den gemeinsam mit der Schauspielerin Catherine Deneuve insgesamt 100 französische Frauen unterzeichnet haben, erachtet Meryl Streep als einen Rückschritt in der „MeToo“-Debatte. Dem „Focus“ sagte die 68-Jährige dazu, dass die Damen den Moment missverstehen würden. Beispielsweise würde in den Brief stehen, dass Frauen es einfach akzeptieren sollen, wenn sie sexuell bedrängt werden.

Streep zitiert den Brief mit den Worten: „Eine emanzipierte Frau soll es einfach als Ausdruck einer sexuellen Deformation hin- oder erst gar nicht wirklich zur Kenntnis nehmen, wenn ein Mann in der U-Bahn seinen erigierten Penis an sie drückt.“ Die Schauspielerin dreht den Spieß jedoch einfach um und sagte: „Wenn ein Mann auf dem Nachhauseweg in der U-Bahn seine Erektion an einem anderen Mann reiben würde, dann sollte der nichts dagegen haben? Wer würde so ein Statement hinnehmen? Wie viele Familienväter würden da aufschreien? Aber es sind halt nur Frauen!“

In dem offenen Brief sprechen sie die Französischen gegen die „MeToo“-Debatte aus. Beispielsweise heißt es in den Schreiben laut „bento.de“: „Männer wurden in der Ausübung ihrer Berufe sanktioniert, sie mussten zurücktreten, obwohl ihr einziges Vergehen war, ein Knie berührt, einen Kuss zu ergattern versucht oder ‚Intimes‘ während eines professionellen Abendessens angesprochen zu haben.“

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